„Torquato Tasso“ ist ein tiefgründiges Kammerspiel über das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft, Genie und Wahnsinn, Gefühl und Etikette. Im Mittelpunkt steht der berühmte italienische Dichter Tasso, der am Hof von Ferrara mit seiner Sensibilität und Eigenwilligkeit aneckt.
Goethe zeichnet das Porträt eines Künstlers, der zwischen innerem Drang und äußerem Zwang zerrieben wird. Tasso sehnt sich nach Anerkennung und Wahrheit, wird jedoch von Machtspielen, Konventionen und seiner eigenen Unsicherheit behindert. Die Sprache ist poetisch und zugleich philosophisch, das Drama reich an emotionaler Spannung und intellektueller Tiefe.