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Charles Dickens veröffentlichte „A Christmas Carol in Prose, Being a Ghost-Story of Christmas“ im Jahr 1843, in einer Zeit akuter städtischer Armut und reformerischer Debatten im viktorianischen England. Dickens, 1812 in eine Familie bescheidener Verhältnisse geboren, hatte sich bis Anfang der 1840er Jahre als führender Romanautor und Gesellschaftskritiker etabliert, bekannt für klare, gewandte Prosa, die Satire, Sentimentalität und moralische Belehrung verbindet. Die Novelle erschien bei Chapman and Hall als kompaktes, illustriertes Bändchen, bestimmt für ein breites bürgerliches Publikum, mit dem Ziel, die Weihnachtswohltätigkeit neu zu entfachen und zugleich die strenge Logik des Armenrechts zu kritisieren. Die ersten Seiten — Marleys lakonische Wiederholungen, Scrooges arktische Askese und die moralische Einordnung des Erzählers — verankern das Werk in der Tradition gotischer wie realistischer Erzählkunst und rücken zugleich urbanen Realismus in den Vordergrund: nebelverhangene Straßen, von Schulden geprägte Sprache und ein Erzähler, der eine verbreitete gesellschaftliche Sorge artikuliert. In diesem Sinne geht A Christmas Carol aus der viktorianischen Druckkultur hervor und trägt zu ihr bei — einer Kultur, die versuchte, soziale Einstellungen durch zugängliche Prosa, öffentliche Wohltätigkeit und eine weihnachtszentrierte Rhetorik humaner Reform zu verändern.