
Schuld oder Schicksal?
Hirnforscher, Psychologen und Humangenetiker zweifeln an der Entscheidungsfreiheit des MenschenBy Michael ScheeleLength8h 18m
About this audiobook
Gibt es Menschen, die böse geboren werden? Ist Moral angeboren oder anerzogen? Werden unsere Handlungen und Äußerungen überwiegend vom Unterbewusstsein gesteuert? Können wir den Einfluss von genetischer Veranlagung von elementaren Bedürfnissen und evolutionären Kräften unter Kontrolle bringen? Darf der Wunsch nach Veränderung von Genen "zum Wohle der Menschheit" erfüllt werden oder öffnen wir damit die Tür zur Menschenzucht? Können Verbrecher dank neurobiologischer Techniken erkannt oder sogar geheilt werden? Ist der Ruf nach Sühne und Vergeltung noch zeitgemäß?
Michael Scheele hat in diesem Buch die Antworten der Hirnforscher, Psychologen und Humangenetiker zur Entscheidungsfreiheit des Menschen zusammengetragen. Er zeigt auf, dass und warum ein jeder von uns stets freimütig bereit ist, die Schuld für Misserfolge, für Fehler und (empfundenes) Unrecht bei anderen zu suchen während er gleichzeitig eigene Unfehlbarkeit beansprucht. Aber warum ist das so? Scheele liefert in diesem Buch plausible Erklärungen, die zum Nachdenken anregen.
Audiobook details
GenrePolitics and Government, Health and Wellness
Length8 hrs 18 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateJun 1, 2016
LanguageGerman
Table of contents
1Widmung
2Vorwort
3Die Suche nach Schuld und Schuldigen ist universell
4Nicht jedes Gehirn funktioniert lebenslänglich fehlerfrei
5Ein Suizid ist kein Mord
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6Ein verletztes Gehirn verliert die Kontrolle und macht den Täter schuldunfähig
7Traumatische Erlebnisse schränken die Kontrolle ein
8Der Wert psychiatrischer Gutachten ist umstritten
9Die Evolution hat vieles perfektioniert, aber nicht alles
10Das Unterbewusstsein steuert uns wie ein Autopilot
11Die Psyche kann krank machen, aber auch heilen
12Jedes Gehirn ist programmiert, aber nicht für immer
13Der erste (unbewusste) Eindruck prägt unsere Meinung
14Wer sich einmal eine Meinung gebildet hat, möchte sie nicht aufgeben
15Konflikte in der Partnerschaft verändern das »Bild« des Partners
16Gefühle und Erwartungen verhindern eine objektive Wahrnehmung
17Der Glaube an ein funktionierendes Gedächtnis ist eine Illusion
18Zeugenaussagen sind nicht zuverlässig
19Stereotype und Vorurteile vernebeln Realitäten
20Der Einfluss sozialer Netzwerke auf Vorurteile und Stereotype
21Die Stigmatisierung durch religiöse oder ethnische Identifizierung
22Der Einfluss unseres genetischen Bauplans auf unsere Lebenslinie
23Wir erben das genetische »Programm« unserer Vorfahren
24Homosexualität kann genetisch bedingt sein
2598,4 Prozent der Insassen von Todeszellen haben einen genetischen Defekt
26Traumata verändern Gene auch für folgende Generationen
27Elementare Bedürfnisse stimulieren unsere Wünsche und beeinflussen unser Verhalten
28Elementare Bedürfnisse üben eine unbewusst erlebte Wirkmacht auf unser Verhalten aus
29Die »Bedürfnisse« der westeuropäischen und US-amerikanischen ISIS-Kämpfer
30Der Sexualtrieb macht gelegentlich blind - und untreu
31Ist Religion das Opium des Volkes?
32Sind wir wirklich die »Krone der Schöpfung«?
33Die verheerende Macht der Sucht
34Eine Erklärung für Suchtverhalten
35Wissenschaftler bemühen sich, mit neuen Methoden die Sucht zu besiegen
36Moral, Gerechtigkeitssinn, Empathie
37Psychopathen haben hirnorganische Funktionsstörungen
38Selbst Tiere verfügen über ein Mitgefühl
39Mitgefühl ist für den Zusammenhalt von Gemeinschaften notwendig
40Kleinkinder besitzen ein Gefühl für Gerechtigkeit
41Wie sich das angeborene Potenzial für Empathie entwickelt, hängt von mehreren Faktoren ab
42Was beeinträchtigt die Möglichkeit, eigene Lebensentwürfe zu realisieren?
43Schicksalhafte Ereignisse, die nicht nur Lebenslinien, sondern den Verlauf der Geschichte bestimmt haben
44Der Zufall eröffnet Möglichkeiten
45Die Datenindustrie »erschafft« Zufälle, auch gegen unseren Willen
46Die Suche nach Schuld und Schuldigen ist zwanghaft
47Einen Schuldigen zu finden, befreit die Psyche
48Gefühle wie Neid, Missgunst, Eifersucht beflügeln die Schuldzuweisungen
49Hirnforscher haben bahnbrechende Forschungsergebnisse geliefert, können aber nicht alles zweifelsfrei deuten
50Die Verdienste der Hirnchirurgie sind unumstritten