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George Berkeleys Abhandlung "A Treatise Concerning the Principles of Human Knowledge", erstmals 1710 veröffentlicht, ist ein einflussreiches Werk der frühneuzeitlichen Philosophie, in dem er seine Theorie des Immaterialismus entwickelt, die später auch als subjektiver Idealismus bezeichnet wurde. In einer Zeit intensiver Debatten über Natur der Wirklichkeit und Erkenntnis nach der wissenschaftlichen Revolution wendet sich Berkeleys Schrift gegen die vorherrschenden Vorstellungen von Materie, wie sie etwa John Locke und Descartes vertraten. Er behauptet, die Existenz der Dinge hänge von ihrem Wahrgenommenwerden ab, zusammengefasst in seinem berühmten Diktum „esse est percipi“ („Sein ist Wahrgenommenwerden“). Diese radikale Position stellte ihn dem Materialismus entgegen und sollte dem von mechanistischen Weltbildern ausgehenden Skeptizismus und Atheismus entgegentreten.
Berkeley (1685–1753) war ein irischer Philosoph und Geistlicher, später Bischof von Cloyne; seine intellektuellen Interessen verbanden Metaphysik mit tief empfundenem religiösem Glauben. Die in den Principles vertretenen Ideen beeinflussten spätere Denker wie David Hume und indirekt Immanuel Kant sowie Strömungen des Empirismus und Idealismus im 18. und 19. Jahrhundert. Obwohl seine Lehre zunächst auf Widerstand stieß, erfuhr der Immaterialismus in der modernen Philosophie wieder verstärkte Aufmerksamkeit, insbesondere in Debatten über Wahrnehmung, Sprache und die Philosophie des Geistes. Das nachhaltige Verdienst des Werks liegt in der Infragestellung alltäglicher Annahmen über die materielle Welt und in seinem Beitrag zur Diskussion über die Grenzen menschlichen Wissens, die Wahrnehmung und das Verhältnis von Geist, Wirklichkeit und Gott.