
Length41m
About this audiobook
Als Impressionist zu gelten war für Monet eine Auszeichnung. Er war es aus tiefer Überzeugung und blieb es bis an das Ende seines langen Lebens. Er begnügte sich mit einem einzigen Genre, dem der Landschaftsmalerei. Hier aber brachte er es zu einer Vollkommenheit, an die keiner seiner Zeitgenossen heranreichte. Im Sommer jenes Jahres kam es zu gemeinsamen Malübungen mit Boudin (1824 bis 1898) am Meeresstrand. "Mit der Zeit gingen mir die Augen auf und ich begann, die Natur zu verstehen; zugleich lernte ich, sie zu lieben" – so erinnert sich Monet später an diese gemeinsamen Exerzitien. Er besucht nicht die Ecole des Beaux-Arts, sondern zieht die von Monsieur Suisse, einem ehemaligen Modell Davids, gegründete freie "Académie Suisse" vor. Hier war es möglich, für einen geringen Beitrag lebende Modelle zu malen und zu zeichnen. Die Farbskala der Bilder, die Monet 1871 und 1872 malte, ist nicht sehr breit; sie erinnert an die der Barbizon-Schule und an die Seestücke Boudins. Die Grundtöne sind braungelb und blaugrau. Im Jahr 1877 wurde die dritte Ausstellung der Impressionisten eröffnet, bei der Monet zum ersten Mal eine Bilderserie zeigte. Mit seinem Motiv, dem Bahnhof Saint-Lazare, setzte Monet nicht nur Manets Die Eisenbahn und seine eigenen Landschaftsbilder aus Argenteuil fort, er schloss sich darüber hinaus der bei den Künstlern wachsenden Tendenz an, sich von diesem Transportmittel faszinieren zu lassen. In seinem Wohnort Giverny wurden die Bilderserien Monets wichtigste Arbeitsmethode. In den 1890er Jahren entdeckte Monet London. Zwar begann er die Bilder allesamt in London, beendete viele von ihnen aber in Giverny. Für den Schriftsteller Octave Mirbeau (1848 bis 1917) war Monet ein Mensch, der Wunder vollbrachte: Mit Hilfe der Farben habe er auf der Leinwand das Sonnenlicht, etwas nahezu Unfassbares, nachgebildet und es um eine Unzahl prismatischer Facetten bereichert. Tatsächlich hat Monet das Potenzial der Farbe mit nahezu wissenschaftlicher Strenge bis zu seinen äußersten Konsequenzen getrieben; kein anderer Impressionist ist darin so weit gegangen wie er, und es ist wenig wahrscheinlich, dass man in dieser Richtung hätte noch weitergehen können.
Audiobook details
GenreOther
Length41 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateMay 25, 2022
LanguageGerman
Table of contents
1Introduction
2Der Maler mit spitzem Hut
3Schleppen eines Bootes, Honfleur
4Seine-Mündung in Honfleur
5Der Pavé de Chailley im Wald von Fontainebleau
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6Die Spaziergänger (Studie zum Gemälde Das Frühstück im Freien)
7Camille oder Dame in grünem Kleid
8Lebenslauf
9Boote im Hafen von Honfleur
10Das Frühstück im Freien
11Damen im Garten
12Blühender Garten
13Strand in Argenteuil
14Dame im Garten. Sainte-Adresse (Jeanne Marguerite Lecadre im Garten)
15Frühstück
16Bildnis Madame Gaudibert
17Am Ufer, Bennecourt
18La Grenouillère (Der Froschteich)
19Die Brücke von Bougival
20Hafeneinfahrt von Trouville
21Die Themse und das Parlament
22Mühle in Zaandaam
23Die Leserin
24Flieder, graues Wetter oder Entspannung unter dem Flieder
25Die Holzbrücke
26Camille Monet am Fenster
27Flieder in der Sonne
28Der Boulevard des Capucines
29Der Boulevard des Capucines
30Mohnblumen in Argenteuil
31Impression. Sonnenaufgang
32Der Hafen von Le Havre bei Nacht
33Die Brücke in Argenteuil
34Das Atelier-Boot
35Japanerin
36Landschaft mit Figuren, Giverny
37Spaziergang, Dame mit Sonnenschirm
38Gartenwinkel in Montgeron
39Teich in Montgeron
40Gare Saint-Lazare
41Gleise am Ausgang der Gare Saint-Lazare
42Gare Saint-Lazare, außerhalb (das Signal)
43Truthennen
44La Rue Montorgueil am 30. Juni 1878
45Rue Saint-Denis am 30. Juni 1878
46Schneewirkung in Vétheuil oder Die Kirche von Vétheuil, Schnee
47Camille auf ihrem Sterbebett
48Mohnblumenfeld bei Vétheuil
49Strauß Sonnenblumen
50Der Garten Monets in Vétheuil