
Length1h 8m
About this audiobook
Toulouse-Lautrec begann noch während seines Studiums das Pariser Nachtleben zu erkunden; es sollte ihm zur wichtigsten Quelle der Inspiration werden und schließlich auch zur Beeinträchtigung seiner Gesundheit führen. Das Paris der 1890er Jahre mit seinen schillernden Charakteren kann man nur durch die Augen Lautrecs wahrnehmen. Die erste bedeutende Persönlichkeit des Pariser Nachtlebens, der Lautrec begegnete, war der berühmte Cabaretsänger Aristide Bruant (1851 bis 1925), ein Mann, der Lautrec ganz wesentlich darin unterstützte, seine eigene künstlerische Vision zu entwickeln. In den 1890er Jahren inspirierten Lautrec zahlreiche Bühnenkünstler: die auf dem berühmten Plakat des Moulin Rouge zu sehenden Tänzerinnen La Goulue und Jane Avril oder Loïe Fuller, die Sängerinnen May Belfort, Yvette Guilbert und Marcelle Lender sowie die Schauspielerin Réjane. Lautrecs Aufrichtigkeit, mit der er viele Aspekte des Lebens abbildete, die die meisten seiner höher geachteten Zeitgenossen lieber unter den Teppich kehrten, erregte erwartungsgemäß Anstoß. Der deutsche Kunstkritiker Gensel schrieb: "Von Verehrung kann natürlich bei diesem Meister in der Darstellung alles Gemeinen und Perversen von vornherein nicht die Rede sein. Dass man Schweinereien – es gibt keinen milderen Ausdruck dafür – wie Elles öffentlich ausstellen darf, ohne einen Schrei der Entrüstung zu hören, erklärt sich nur daraus, dass ein Teil des großen Publikums den Sinn dieses Zyklus gar nicht versteht und ein anderer sich schämt, sein Verständnis einzugestehen!"
Audiobook details
GenreOther
Length1 hr 8 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateDec 22, 2011
LanguageGerman
Table of contents
1Henri de
2Toulouse-Lautrec und Paul Gauguin zum Gegenstand volkstümlicher Legenden wurden. Mehr als
3Siècle' ist kultivierter und weist Elemente bewusster Dekadenz und Perversion auf.
4Teils war es die körperliche Gebrechlichkeit Toulouse-Lautrecs, die ihn, ebenso wie den
5Vor dem zwanzigsten Jahrhundert, in dem solche Dinge zunehmend unwichtig wurden, nahm
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6Jagen und Töten jeglicher sich bewegender Kreatur.
7Student. Bonnat rügte ihn streng:
8Modernität geben.
9akademischen Aktstudien völlig fehlen würde oder taktvoll verborgen wäre.
10zwergenhaften, fast völlig bekleideten Lautrec schwebt und Fellatio an ihm vollzieht (S.21).
11Cabaretsänger Aristide Bruant, ein Mann, der Lautrec ganz wesentlich darin unterstützte, seine
12Bühnenkünstler: die Tänzerin La Goulue und Valentin-le-Désossé, die beide auf dem
13Es war eine durchaus zweifelhafte Ehre, durch Lautrecs gnadenlosen Pinselstrich
14Diese gefeierte Künstlerin mit ihrer ausgeprägten, volltönenden Stimme und der
15Vergangenheit mit der Prostituiertenszene zu tun gehabt.
16Lautrecs Mittel der Bildkomposition, die ungewöhnlichen Perspektiven und gedrungenen
17Folie gegen das Rampenlicht der Bühne, die Verwendung von verdünnter, manchmal mit
18Sommer gar nicht so schlecht gewesen sei."
19eigenen Arbeiten zu ähnlich.
20unbeholfen-schlaksiges Mädchen, das gerade ihr neues Trikot anprobiert, mit einer Zartheit
21Meer gelegene Pensionen aufsuchten.
22vorübergehende, angab. Ihre prüde Reaktion darauf war ziemlich scheinheilig, wenn man
23Kartenspielen totschlagen oder um den Frühstückstisch gedrängt sitzen.
24medizinischen Untersuchung gezwungen sind, ihre intimen Körperteile zu entblößen. Dieser
25beschrieb in seinen Tagebüchern die verheerenden Auswirkungen dieser Krankheit bei seinem
26Gauguin.
27sondern von Zuneigung und von menschlichen Wesen, die sich gegenseitig trösten.
28Farblithografie, Plakat, 54,5 x 39 cm. Privatbesitz.
29Schriftstellern und Künstlern vorherrschenden Themen des 'modernen Lebens' in Paris. Der Titel
30Zola es ausdrückt, "... mit dem Hemd ihren Anstand ausziehen".
31Baudelaire) getragen.
32ebenso pikanten wie anheimelnden Details von verstreuter Unterwäsche, zerwühltem Bett und
33Werke in der Galerie Durand-Ruel ausstellte.
34Jahrhunderts, niederschrieb. Lautrec kommentiert auf die ihm eigene, zynische Weise, welcher Art
35Satyr zu sehen ist, der eine nackte Frau begrapscht.
36Arbeiten.
37LEBENSLAUF
38sultiert seine Mutter viele Ärzte.
39Techniken geschaffen.
40gegenübersteht, der kein großer Erneuerer war, schätzt Lautrec dennoch die tech-
41gen Zeitschrift abgedruckt.
42INDEX DER WERKE
43Vater, der gar nicht so übel aussieht, eine Schleimsuppe.