
Der Philosoph Jean-Paul Sartre
Leben und Werke des radikalen französischen Existenzialisten und Partners Simone de BeauvoirsBy Bert Alexander PetzoldLength1h 25m
About this audiobook
Was macht Jean-Paul Sartre zu einem Denker, der bis heute provoziert und befreit, und warum wirkt sein Existenzialismus noch immer wie ein Weckruf an das eigene Leben? Dieses Sachbuch öffnet Ihnen den Zugang zu einem eigenwilligen Rebell, der Literatur, Philosophie und Politik so verband, dass aus Gedanken Handlung wurde und aus Freiheit Verantwortung.
Der erfahrene Autor und Herausgeber Bert Alexander Petzold nimmt Sie mit auf eine faktenreiche Kulturreise und erläutert verständlich, unterhaltsam und strukturiert Basiswissen zum großen Existenzialisten Jean-Paul Sartre. Sie gewinnen einen roten Faden, der Leben, Ideen und Zeitgeschichte zusammenführt, und Sie erhalten Begriffe, mit denen Sie Texte sicher deuten und in Diskussionen präzise argumentieren können. So wird greifbar, warum Sartre den Menschen zur Freiheit verurteilt sah und weshalb daraus keine bequeme Hoffnung, sondern ein Auftrag entsteht.
Jean-Paul Charles Aymard Sartre (1905–1980) wurde in Paris geboren, studierte Psychologie, Philosophie und Soziologie und erhielt 1929 die Lehrberechtigung für Philosophie. In dieser Zeit begann die Freundschaft mit Simone de Beauvoir, beide wurden ein legendäres Paar. Ab 1931 arbeitete Sartre als Gymnasiallehrer und ging noch im selben Jahr an das Institut Francais nach Berlin. Dort forschte er zu Nietzsche, Heidegger und Husserl, und aus dieser Begegnung wuchs sein Roman „Der Ekel“.
1939 war Sartre Kriegssanitäter, 1940 geriet er in Gefangenschaft und wurde wegen eines Augenleidens entlassen. Noch im selben Jahr erschien sein Hauptwerk „Das Sein und das Nichts“, das ihn zum französischen Hauptvertreter des atheistischen Existenzialismus machte. Das Buch zeigt, wie Sartre Freiheit als Aufgabe verstand, weil jeder Mensch sich entscheiden muss, auch wenn er sich verstecken möchte. In Paris wirkte er in der französischen Résistance gegen die deutschen Besatzer mit und schrieb an einer Sprache, die Denken in Bewegung setzt.
Ab 1944 wurde Sartre Redakteur bei der von Albert Camus gegründeten Zeitschrift „Combat“ und gründete später die politisch literarische Zeitschrift „Les Temps Modernes“. 1948 wurde sein Theaterstück „Die schmutzigen Hände“ uraufgeführt, ein Drama über den Widerspruch von Moral und Politik. Der Vatikan setzte Sartres Werke auf den Index, weil sie Zweifel wecken konnten, und genau daran wird sichtbar, wie sehr seine Texte bis ins Zentrum der Gesellschaft trafen.
Sartre stand zunächst dem Kommunismus nahe, doch nach der gewaltsamen russischen Intervention in Ungarn 1956 misstraute er ihm, weil er Freiheit und Eigenverantwortung dem Diktat eines behaupteten Allgemeinwohls geopfert sah. 1959 erschien „Kritik der dialektischen Vernunft“. 1965 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, lehnte ihn jedoch ab. Später folgten „Der Intellektuelle in der Revolution“ und „Das Imaginäre. Phänomenologische Psychologie der Einbildungskraft“, und Sartres Philosophie beflügelte die Studenten der 68er Bewegung. Ab 1973 leitete er zeitweise die linke Zeitung „Libération“ und besuchte Andreas Baader im Gefängnis in Stuttgart-Stammheim. 1980 starb er hoch angesehen in Paris.
Das Buch ist ideal geeignet zur Vorbereitung auf Prüfungen für das Abitur am Gymnasium und zur Erlangung der Hochschulreife und für das Studium an der Universität.
Sichern Sie sich dieses Buch und entdecken Sie Jean-Paul Sartre als Denker, der Freiheit ernst nimmt und Denken in Mut verwandelt. Wenn Sie „Der Ekel“, „Das Sein und das Nichts“ oder „Die schmutzigen Hände“ nicht nur kennen, sondern überzeugend einordnen wollen, finden Sie hier das Wissen, das bleibt.
Audiobook details
GenreBiography and Memoir, History
Length1 hr 25 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateMar 3, 2026
LanguageGerman
Table of contents
1Titelseite
2Der Philosoph Jean-Paul Sartre
3Leben und Werke des radikalen französischen Existenzialisten und Partners Simone de Beauvoirs: Leben und Werke des radikalen französischen Existenzialisten und Partners Simone de Beauvoirs
4Kapitel 1. Kluges Wunderkind mit wenig Kindheit (1905–1915)
5Kapitel 2. Schule, Studium und provokante Streiche (1915–1929)
Show all chaptersShow less
6Kapitel 3. Zweiter Weltkrieg. Unfreiheit und Selbstbefreiung (1930–1955)
7Kapitel 4. Nachkriegsjahre. Verfüllung eines Vakuums (1946–1959)
8Kapitel 5. Existentialismus und die Bürde der Freiheit
9Kapitel 6. Simone de Beauvoir. Seelenverwandte und Spiegelbild (1929–1980)
10Kapitel 7. Der Pakt. Abkommen für unausweichliche Liebe (1936–1963)
11Kapitel 8. Alles Leben für eine neue Politik (1948–1968)
12Kapitel 9. Ein radikaler Lebensabend (1960–1980)
13Kapitel 10. Wichtige Werke und Veröffentlichungen
14Kapitel 11. Zusammenfassung
15Kapitel 12. Zeitleiste
16Kapitel 13. Autorenbiografie
17Impressum