Mit „Der goldene Topf“ schrieb E.T.A. Hoffmann eines der wichtigsten Werke der deutschen Romantik – eine phantastische Erzählung zwischen Realität und Traum, bürgerlicher Ordnung und magischer Verwandlung. Der Student Anselmus stolpert in Dresden über eine geheimnisvolle Welt voller sprechender Schlangen, unsichtbarer Bibliotheken und einer goldenen Dimension hinter der Wirklichkeit.
Die Erzählung entfaltet sich wie ein Traum: voller Symbole, Metaphern und märchenhafter Motive. Anselmus gerät in den Bann des Archivars Lindhorst und seiner bezaubernden Tochter Serpentina – doch der Zugang zu ihrer Welt ist fragil, gefährdet durch Zweifel, Spott und gesellschaftliche Konventionen.
Hoffmanns Sprache ist bildgewaltig und versponnen – eine Feier der Einbildungskraft und ein Angriff auf die nüchterne Vernunft. „Der goldene Topf“ ist ein Klassiker der romantischen Fantastik, voller Ambivalenz, Ironie und ästhetischer Radikalität.