
Length3h 39m
About this audiobook
Als Impressionist zu gelten war für Monet eine Auszeichnung. Er war es aus tiefer Überzeugung und blieb es bis an das Ende seines langen Lebens. Er begnügte sich mit einem einzigen Genre, dem der Landschaftsmalerei. Hier aber brachte er es zu einer Vollkommenheit, an die keiner seiner Zeitgenossen heranreichte. Im Sommer jenes Jahres kam es zu gemeinsamen Malübungen mit Boudin (1824 bis 1898) am Meeresstrand. "Mit der Zeit gingen mir die Augen auf und ich begann, die Natur zu verstehen; zugleich lernte ich, sie zu lieben" – so erinnert sich Monet später an diese gemeinsamen Exerzitien. Er besucht nicht die Ecole des Beaux-Arts, sondern zieht die von Monsieur Suisse, einem ehemaligen Modell Davids, gegründete freie "Académie Suisse" vor. Hier war es möglich, für einen geringen Beitrag lebende Modelle zu malen und zu zeichnen. Die Farbskala der Bilder, die Monet 1871 und 1872 malte, ist nicht sehr breit; sie erinnert an die der Barbizon-Schule und an die Seestücke Boudins. Die Grundtöne sind braungelb und blaugrau. Im Jahr 1877 wurde die dritte Ausstellung der Impressionisten eröffnet, bei der Monet zum ersten Mal eine Bilderserie zeigte. Mit seinem Motiv, dem Bahnhof Saint-Lazare, setzte Monet nicht nur Manets Die Eisenbahn und seine eigenen Landschaftsbilder aus Argenteuil fort, er schloss sich darüber hinaus der bei den Künstlern wachsenden Tendenz an, sich von diesem Transportmittel faszinieren zu lassen. In seinem Wohnort Giverny wurden die Bilderserien Monets wichtigste Arbeitsmethode. In den 1890er Jahren entdeckte Monet London. Zwar begann er die Bilder allesamt in London, beendete viele von ihnen aber in Giverny. Für den Schriftsteller Octave Mirbeau (1848 bis 1917) war Monet ein Mensch, der Wunder vollbrachte: Mit Hilfe der Farben habe er auf der Leinwand das Sonnenlicht, etwas nahezu Unfassbares, nachgebildet und es um eine Unzahl prismatischer Facetten bereichert. Tatsächlich hat Monet das Potenzial der Farbe mit nahezu wissenschaftlicher Strenge bis zu seinen äußersten Konsequenzen getrieben; kein anderer Impressionist ist darin so weit gegangen wie er, und es ist wenig wahrscheinlich, dass man in dieser Richtung hätte noch weitergehen können.
Audiobook details
GenreOther
Length3 hrs 39 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateJan 17, 2012
LanguageGerman
Table of contents
1Claude Claude
2Inhalt
3Abbildungsverzeichnis
4Die Anfänge des Impressionismus
5Claude Monet – Die Person
Show all chaptersShow less
6Die Jugendjahre
7Ingres
8stand.
9Die formativen Jahre
10Von der Figurenmalerei zur Landschaftsmalerei
11Die erste Impressionistische Ausstellung
12Zweig eines Zitronenbaums, 1884. Privatsammlung.
13Die Argenteuil-Periode
14Vom Einzelbild zur Serie
15Seerosen, 1908. Öl auf Leinwand, 92 x 90 cm. Privatsammlung.
16frühere Neigung
17Kunstrezeption in Russland
18Biografie
191845 Die Familie Monet siedelt nach Le Havre um.
201861 Soldat im afrikanischen Regiment in Algerien.
211864 Arbeitet gemeinsam mit Bazille, Boudin und Jongkind
221868 Arbeitet in Étretat und in Fécamp.
231870 Reist im September nach London.
241878 Lässt sich in Vétheuil nieder. Die materiellen
251880 Personalausstellung in der Redaktion La Vie Moderne.
261881 Arbeitet in Vétheuil, Fécamp und im Dezember in Poissy.
271887 Stellt zwei Bilder auf der Ausstellung der Royal Society
281889 Juli: Ausstellung von Werken Monets und Auguste
291890 Beginn der Arbeit an den Bilderserien Pappeln und
301893 Arbeit an der Serie Kathedrale von Rouen.
311894 Paul Cézanne besucht Giverny.
321896 Von Februar bis März arbeitet Monet in Vergangsville
331898 Juni: Ausstellung in der Galerie Georges Petit.
341901 Februar, April: Besuche in London.
351902 Februar, März: Aufenthalt in der Bretagne.
361903 Arbeit an der Serie der Themse-Ansichten.
371906 Arbeit an den Motiven des Wassers und der
381908 September, Dezember: Reise nach Venedig.
391922 Augenkrankheit.
401923 Arbeitet am dekorativen Wandgemälde Weiße Seerosen.
41A. Arséne, Claude Monet, Paris, 1921.
42P. Ettinger, „Die modernen Franzosen in den Kunstsammlungen
43I. Leymarie, L’Impressionnisme, Genf, 1955.
44St. Petersburg, 1911.
45Déjeneur sur l’Herbe)
46D Dame mit Sonnenschirm, Studie
47J Die Japanische Brücke Die Japanische Brücke bei Giverny
48S San Giorgio Maggiore San Giorgio Maggiore in der Abenddämmerung
49V Venedig, Palazzio Dario