Mit Der Waldbruder reagiert Lenz auf Goethes Werther – kritisch, ironisch und zugleich tief menschlich. Statt romantischer Verklärung zeigt er die Verzweiflung eines Mannes, der im Rückzug in die Natur den Sinn verliert. Das Werk ist eine düstere Parabel über Isolation, Wahnsinn und die Gefahren übersteigerter Empfindsamkeit.