Der Landprediger schildert das Leben eines einfachen Dorfpfarrers, der mit moralischen Konflikten, sozialer Ungerechtigkeit und persönlicher Einsamkeit ringt. Lenz zeichnet mit scharfer Beobachtung das ländliche Milieu und die Spannungen zwischen Religion, Menschlichkeit und Gesellschaft. Das Werk verbindet Realismus mit aufklärerischem Idealismus und offenbart die psychologische Tiefe, die Lenz zu einem Wegbereiter des Sturm und Drang machte.