Kleists Drama Prinz Friedrich von Homburg (1811) gehört zu den größten Werken des deutschen Idealismus. Es erzählt die Geschichte eines Träumers, der zwischen Pflicht und Leidenschaft schwankt, zwischen Gehorsam und individueller Freiheit. Der junge Prinz handelt im Kampf aus eigenem Impuls – und wird dafür zum Tode verurteilt. Erst angesichts des Urteils erkennt er den wahren Sinn von Ehre und Verantwortung. Kleist verbindet hier psychologische Tiefe, Pathos und moralische Ambivalenz zu einem ergreifenden Stück über Menschlichkeit, Staat und Freiheit.