Heinrich Heines Die Harzreise, erstmals 1826 veröffentlicht, ist einer der bekanntesten Texte aus seinen Reisebildern. In diesem Werk schildert Heine seine Wanderung durch den Harz, von Göttingen über den Brocken bis nach Ilsenburg. Doch es handelt sich nicht um einen nüchternen Reisebericht: Heine verbindet Landschaftsbeschreibungen mit satirischen Beobachtungen, persönlichen Reflexionen und bissigen Kommentaren zur Gesellschaft und Politik seiner Zeit.
Besonders eindrucksvoll ist die Mischung aus romantischer Naturbetrachtung und ironischer Distanz. Während er die Schönheit der Berge, Wälder und Täler beschreibt, spiegelt Heine zugleich seine skeptische Haltung gegenüber der romantischen Verklärung wider. Immer wieder durchbrechen humorvolle Anekdoten, scharfe Seitenhiebe und lyrische Passagen den klassischen Reisebericht.