
Ausgewählte poetische Werke
Restored Classics to Go EditionBy Hans SachsLength6h 23m
About this audiobook
Der Abschnitt eröffnet mit editorischen Vorbemerkungen und einem umfangreichen Inhaltsverzeichnis zu Hans Sachs' ausgewählten Werken, das seinen volkstümlichen, oft derben Ton ausdrücklich verteidigt und ihn als lange unterschätzten, bedeutenden Dichter der deutschen Literatur präsentiert. Die Sammlung ordnet Lieder, Spruchgedichte, Schwänke, Fabeln und Gespräche und macht die enorme thematische Spannweite sichtbar: Religion, Moral, Ehe, Bauernleben, Klerus, politische Zeitfragen und satirische Gesellschaftskritik greifen ineinander. Bereits die ersten Texte zeigen Sachs als scharfen Beobachter seiner Zeit, der persönliches Leid, Glaubensfragen und öffentliche Konflikte mit Witz, Lehrhaftigkeit und drastischer Bildsprache verbindet. Besonders prägnant sind die allegorisch-satirischen Stücke, in denen Tiere, Götter und Traumvisionen als Spiegel des Reiches dienen. Ob Wolf, Jupiter oder Merkur: Immer geht es um menschliche Schuld, den Verfall von Gemeinsinn und die Hoffnung auf Buße, Heilung und politische Erneuerung. Daneben stehen klagende und zugleich hoffnungsvolle Luther-Gedichte, die den Reformator ehren und seine Wirkung als religiöse Befreiung und Anstoß zu Frieden, Eintracht und Gemeinnutz deuten. Insgesamt entsteht das Bild eines Autors, der mit Spott, Ernst und religiös-politischem Pathos die Krisen seiner Epoche literarisch verdichtet. Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung.
Audiobook details
GenrePoetry, Literary Classics
Length6 hrs 23 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateAug 14, 2026
LanguageGerman
Table of contents
1Vorbemerkungen
21. Ein Buhlenscheidelied.Das erste Lied von H. Sachs. Wenn er Nr. 67 versichert, daß »Gloria patri, Lob und Ehr'« sein erstes Bar (Meistergesang) gewesen, so steht dies damit nicht im Widerspruch, weil vorstehendes Gedicht ein in einem Hoftone verfaßtes »Liebes-« kein »Meisterlied« ist.
32. Der fünfte Psalm Davids.
43. Der Wankelmüthige.
54. Glaubensbekenntniß.
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65. Wider den blutdürstigen Türken.Die Türken unter Soliman hatten bei Mohacs (1526) das Ungarnheer vollständig vernichtet und Ludwig II., König von Ungarn, war in der Schlacht gefallen. Als Nachfolger wurde von der einen Partei Johann Zapolya, von der andern Erzherzog Ferdinand gewählt, welcher letztere wirklich die Herrschaft gewann. Aber 1529 drangen die Türken wieder in Ungarn ein und zogen dann, nachdem sie Zapolya zum Throne verholfen, alles verheerend vor Wien, das sie vergeblich belagerten. Sie zogen ab, jedoch schon 1532 setzten sie durch einen neuen Einfall in Ungarn ganz Deutschland in Schrecken. Ein großes Reichsheer ward dem arg bedrängten Lande zu Hilfe geschickt und veranlaßte Soliman zum Rückzug.
76. Der Eiszapfen.Vgl. Pauli's Schimpf und Ernst (Univ.-Bibl. Nr. 945–46), S. 77.
87. Das Schneckenhaus.
98. Der Römer und seine sechs Söhne.
109. Die Ameise und die Grille.
1110. Der Abt im Wildbad.
1211. Die Biene mit der Spinne.
1312. Der kranke Edelmann.Vergl. Pauli, S. 23.
1413. Von dem frechen jungen Löwen.Vergl. Pauli, S. 15.
1514. Der Teufel beim Tanz.
1615. Der Schwabe mit dem Rechen.
1716. Dankbarkeit dreier Thiere.
1817. Der Bauer mit der Säuhaut.
1918. Das verwundete Tigerthier.
2019. Die Zeichen des Regenwetters.
2120. Der Tod mit Cupidine.
2221. Der falsche Notarius.
2322. Die ungleichen Kinder Evä.
24Drei Sprüche wider der Pfaffen Geiz.
2524. Die Bäuerin mit dem Eierimschmalz.
2625. Was die Ehe gut macht.
2726. Das Alphabet.
2827. Der Stadtbuhler zu Augsburg.
2928. Der unverschämte Straßenräuber.
3029. Das Gold im Stab des Cydias.
3130. Ein geistlich Lied wider die Bauchsorge.Es ist zwar bestritten, ob das Gedicht von H. S. ist, da das Lied aber eine große Verbreitung gefunden hat und die Gründe für und wider die Autorschaft unseres Dichters sich die Wage halten, theile ich es hier mit.
3231. Historia.
3332. Die wittenbergische Nachtigall, die man jetzt höret überall.
3433. Ein Lobspruch der Stadt Nürnberg.
3534. Das Schlaraffenland.
3635. Der Waldbruder mit dem Esel.
3736. Heinz Widerborst.
3837. Die Wolfsklage über die bösen Menschen.
3938. Ein artig Gespräch der Götter,
4039. Ein Epitaphium
4140. Das menschliche Herz ist einer Mahlmühl' gleich.
4241. Kampfgespräch zwischen Frau Wollust und Frau Ehre.
4342. Schwank: Eulenspiegels Disputation mit einem Bischof ob dem Brillenmachen.Vergl. Pauli S. 154.
4443. Schwank: Das Unholdenbannen.
4544. Gespräch: Sanct Peter mit den Landsknechten.
4645. Schwank: Der Teufel läßt keinen Landsknecht mehr in die Hölle fahren.
4746. Schwank: Der Teufel nahm ein altes Weib zur Ehe.
4847. Schwank: Sanct Peter mit der Geiß.
4948. Der Jungbrunn.
5049. Schwank: Der eigensinnige Mönch mit dem Wasserkrug.