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Length14h 3m
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DIE CREDIT SUISSE HÄTTE GERETTET WERDEN KÖNNEN
Es ist kein Zufall, dass die Credit Suisse sterben musste. Geldgier, Grössenwahn und Verantwortungslosigkeit trieben sie in den Ruin. Nirgends war das Missverhältnis zwischen den ausbezahlten Löhnen und den Gewinnen so gross wie bei der Credit Suisse. In den letzten fünfzehn Jahren zahlte die Bank 58 Milliarden Franken Boni, fünfmal mehr, als sie Gewinne schrieb. Hinzu kam eine erschreckende Nonchalance beim Umgang mit Regeln und Gesetzen. Die unzähligen Skandale kosteten die Bank 22 Milliarden Franken − und ihren Ruf.
Es ist der Überexpansion in den 1990er-Jahren zuzuschreiben, die von Rainer E. Gut und Lukas Mühlemann vorangetrieben wurde, dass die Bank in allen Ecken der Welt aktiv war und dabei den Kompass verlor. Aus dieser Zeit stammt die Bonuskultur, die ruinös wurde. Die Mentalität der Verantwortungslosigkeit prägte der langjährige Verwaltungsratspräsident Urs Rohner. Auf seine Zeit gehen die meisten Rechtsfälle zurück.
Trotzdem war es nicht zwingend, dass sich die Bank am 19. März 2023 der UBS in die Arme werfen musste. Im Herbst 2022 verpassten Axel Lehmann, der letzte CS-Präsident, und sein CEO Ulrich Körner die letzte Chance: Nachdem am 2. November 2022 der Bundesrat beschlossen hatte, den Weg freizumachen für ein Nothilfepaket von 150 Milliarden Franken, lehnte Lehmann die Staatshilfe ab. Daraufhin blies Finanzminister Ueli Maurer die Rettungsaktion ab und stellte die Interessen von zwei überforderten Managern über die Interessen des Finanzmarkts.
Dutzende von Gesprächen mit ehemaligen Managern und bisher unbekannte Dokumente belegen: Der Untergang der CS wurde verursacht durch das eigennützige Handeln von wenigen und die Blindheit von vielen.
Audiobook details
GenreBusiness and Economics
Length14 hrs 3 mins
Narrated byChristian Sollberger
FormatAudiobook
Publish dateMar 19, 2025
LanguageGerman
Table of contents
1Intro
12Kapitel 9 - Das grosse Versagen der Politik
2Danksagung
13Kapitel 10 - Sex, Luegen und Privatflieger: Wie Tidjane Thiam die Credit Suisse destabilisiert
3Kapitel 1 - Warum die Credit Suisse unterging
14Kapitel 11 - Thomas Gottstein: Sympathisch, engagiert und ueberfordert
4Kapitel 2 (Teil 1) - Chiasso: Bestechung, Gier und ein erfolgreich verschleppter Konkurs
15Kapitel 12 - Der Credit Suisse war alles erlaubt
5Kapitel 2 (Teil 2) - Chiasso: Bestechung, Gier und ein erfolgreich verschleppter Konkurs
16Kapitel 13 - Der eine Skandal zu viel
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6Kapitel 3 - Vom Drang nach Groesse zum Groessenwahn
17Kapitel 14 - Der letzte Abzocker der Credit Suisse
7Kapitel 4 - Die Affaere Muehlemann: Ikarus kann sich nur knapp retten
18Kapitel 15 - Wie Lehmann und Koerner die Rettung verspielen
8Kapitel 5 - Rainer E. Gut wird bei der Credit Suisse zum Feuerwehrmann
19Kapitel 16 - Wie Ueli Maurer die Rettung der Credit Suisse verschlaeft
9Kapitel 6 - Wie Oswald Gruebel die Credit Suisse rettet
20Kapitel 17 - "Iqbal, we need help"
10Kapitel 7 - Die Gier nimmt ueberhand: Unter Dougan kommt es zum "Bankraub von innen"
21Outro
11Kapitel 8 - Urs Rohner macht die Credit Suisse zu einem legalen Schneeballsystem