
Mature
Length22h 48m
About this audiobook
Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung. Die zusammengestellten Texte spannen einen weiten Bogen von antiker Rhetorik und Geschichtskunde bis zu Kulturgeschichte und erzählerischer Figurenzeichnung. Im Zentrum steht zunächst Ciceros Kampf gegen Verres: Vor Gericht muss er einen von Verres' Partei eingesetzten Scheinkläger entlarven, ohne sich selbst angreifbar zu machen, und gewinnt durch kluge Zurückhaltung, Ironie und strategische Überlegenheit. Daneben eröffnet ein historisch-kulturgeschichtlicher Blick auf Italien und Florenz die Frage, wie aus politischem und gesellschaftlichem Niedergang geistige Größe erwachsen konnte – als Ursprung der Renaissance und als Boden für Dante. Ein weiterer Abschnitt führt in eine märchenhaft-satirische Erzählwelt um einen ehrlichen, bescheidenen Mann aus Murgentia, dessen Alltag Tugend, Schwächen und soziale Umstände sichtbar macht. Ergänzt wird dies durch ein Verzeichnis antiker Ortsnamen aus Sizilien und Unteritalien, das alte und heutige Bezeichnungen verbindet und die antike Topografie lebendig werden lässt.
Audiobook details
GenreHistory
Length22 hrs 48 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateJun 18, 2026
LanguageGerman
Table of contents
1Einleitung
9Der Anklage dritter Teil. Die Kornrede (pt. 2)
23. Vorbereitendes Verfahren: Rede gegen Quintus Caecilius. Man erinnert sich, daß die Partei des Verres einen Scheinkläger anstiftete, der dem Cicero zuvorkommen und die Anklage gegen Verres so führen sollte, daß der Gerichtshof ihn freisprechen mußte. Die Wahl des Quintus Caecilius war insofern eine geschickte, als dieser in Sicilien geboren war und eine Zeitlang unter Verres als Quästor gedient hatte, mithin eine gewisse Kompetenz beanspruchen konnte. Cicero durchschaute natürlich, daß man ein abgekartetes Spiel trieb, doch wäre es ihm vielleicht schwer geworden, dies vor Gericht zu beweisen. Darum läßt er es wohl gelegentlich merken, legt aber nicht ausschließlichen Wert darauf. Es kam vielmehr darauf an, die Richter zu überzeugen, daß er der geeignetere Ankläger war, und dies giebt ihm Gelegenheit, einen Situationsplan zu entwerfen und die Schwierigkeiten wie die Bedeutung der Aufgabe klar zu bezeichnen. Der Gefahr, sich in einer sogar für römische Empfindungsweise peinlichen Art selbst zu loben, wußte er geschickt auszuweichen; den Rivalen behandelte er nicht als Gegner, den man vernichten, sondern als minderwertigen Konkurrenten, dem man seine Unfähigkeit zum Bewußtsein bringen muß, um ihn vor den anderen lächerlich zu machen. Deshalb behandelt er ihn mit einer gnädigen Herablassung, ja mit einem gewissen Mitleid; den Vergleich mit ihm selbst zu ziehen durfte er dann getrost auch ohne direkten Hinweis den Zuhörern überlassen.
10Der Anklage dritter Teil. Die Kornrede (pt. 3)
3Erste Verhandlung. Einleitungsrede
11Der Anklage vierter Teil. Von den Kunstwerken (pt. 1)
4Zweite Verhandlung. Der Anklage erster Teil. (pt. 1)
12Der Anklage vierter Teil. Von den Kunstwerken (pt. 2)
5Zweite Verhandlung. Der Anklage erster Teil. (pt. 2)
13Der Anklage fünfter Teil. Die Mordrede (pt. 1)
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6Der Anklage zweiter Teil. Die Gerichte in Sicilien (pt. 1)
14Der Anklage fünfter Teil. Die Mordrede (pt. 2)
7Der Anklage zweiter Teil. Die Gerichte in Sicilien (pt. 2)
15Antike und moderne Namen sicilischer und unteritalischer Orte
8Der Anklage dritter Teil. Die Kornrede (pt. 1)