Ein Zimmer für sich allein (Zusammengefasste Ausgabe)
Bereicherte Ausgabe. Fünfhundert Pfund und ein eigenes Zimmer: Oxbridge, Shakespeares Schwester und die Ökonomie weiblicher AutorschaftBy Virginia Woolf
Ein Zimmer für sich allein, hervorgegangen aus Vorträgen an den Frauen-Colleges von Cambridge 1928, verbindet Essay, Fiktion und Kritik. Eine namenwandelnde Erzählerin streift durch ein fiktives Oxbridge und den Lesesaal des British Museum, kontrastiert Mittag und Festmahl und entwirft die berühmte Fabel von Shakespeares Schwester. Mit Ironie und genauer Beobachtung zeigt Woolf, wie materielle Bedingungen – ein Jahreseinkommen von fünfhundert Pfund und ein eigenes Zimmer – Voraussetzung für Produktion sind, und prüft den Kanon auf Ausschlüsse. Virginia Woolf (1882–1941), zentrale Stimme der literarischen Moderne und Mitglied der Bloomsbury Group, verband erzählerische Innovation mit kulturkritischem Scharfsinn. Die Gründung der Hogarth Press mit ihrem Mann Leonard gab ihr Autonomie; ein Erbe einer Tante verschaffte die finanzielle Freiheit, über die sie im Essay reflektiert. Die Einladung an Newnham und Girton sowie ihre Auseinandersetzung mit Bildungszugängen, Ökonomie und der Geschichte weiblicher Autorschaft motivierten diese Schrift und prägten ihren methodischen Zugriff. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Bedingungen literarischer Kreativität verstehen wollen: Studierenden der Literatur- und Geschlechterforschung, Lehrenden wie neugierigen Leserinnen und Lesern. Als Manifest und als subtile Prosa zugleich zwingt es dazu, Kanon, Institutionen und Selbstverständnisse neu zu denken—und bleibt, angesichts fortdauernder Ungleichheiten, von unverminderter Aktualität.
Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar – destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.