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Die „Rote Fabrik“ am Jägerwald (Weltkrieg Erlebnisberichte Originalband, Heft Nr. 329)
Ostfeldzug August 1942: Die 21. Infanterie-Division im Abwehrkampf im Brückenkopf KirischiBy Joachim BrödelLength2h 28m
About this audiobook
Am 5. Juni 1942 begann die Rote Armee mit stundenlangem Trommelfeuer ihre Angriffe gegen den von den deutschen Truppen gehaltenen Brückenkopf Kirischi. Der Brückenkopf auf dem Ostufer des Wolchow sollte unbedingt beseitigt werden. Im Brückenkopf selbst gab es außer Panzerabwehrkanonen und Granatwerfern keine schweren Waffen. Panzer oder Sturmgeschütze konnten nicht übergesetzt werden, die Artillerie konnte lediglich vom Westufer in die Kämpfe eingreifen. Der Brückenkopf an sich war militärisch bedeutungslos, aber strategisch bot er den Vorteil, den Gegner ohne Probleme unter direktes Feuer nehmen zu können.
Die Kämpfe um den kleinen Brückenkopf auf dem Ostufer des Wolchow nahmen in den folgenden Wochen an Intensität immer weiter zu. Keine der beiden Seiten wollte ihre Positionen räumen. Für die dort eingesetzte 11. Infanterie-Division(ID) bedeutete dies einen kräftezehrenden Dauereinsatz. Es war abzusehen, daß der Verband – sollten ihm nicht ausreichend Verstärkungen zugeführt werden – über kurz oder lang nicht mehr abwehrbereit sein würde. Zwar wurden die deutschen Truppen hervorragend durch die eigene Artillerie auf dem Westufer unterstützt, aber da es im Brückenkopf keine Panzer und Sturmgeschütze gab, würde die Rote Armee in absehbarer Zeit die Oberhand gewinnen.
Am 21. Juli steigerten sich die Angriffe der Sowjets, weshalb es zwei Tage später zu einem örtlich begrenzten Einbruch am Südflügel der Hauptkampflinie kam. Dies war eine unmittelbare Folge der schwindenden Kampfkraft der 11. ID. Wenn der Brückenkopf nicht in kurzer Zeit an den Gegner fallen sollte, mußte unbedingt eine Verstärkung der Division oder deren Ablösung durch frische Truppen erfolgen. Zunächst wurde ein Bataillon des Gebirgsjäger-Regiments 100 in den Brückenkopf verlegt, aber das war bei weitem nicht genug. Daher befahl die Armeeführung, die eigentlich für eine Auffrischungs- und Ausbildungsphase vorgesehene 21. ID kurzfristig zur Verstärkung der Abwehrkraft dorthin zu verlegen. Ab Ende Juli 1942 geriet die 21. ID dadurch in einen Kampf, dessen Intensität sich mit den Materialschlachten des Ersten Weltkrieges vergleichen ließ, nur hieß hier der Kampfort nicht Verdun, sondern die Kämpfe tobten um die „Rote Fabrik“ am Jägerwald…
Weltkrieg Erlebnisberichte Originalband, Heft Nr. 329
Audiobook details
GenreAction and Adventure
Length2 hrs 28 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateOct 18, 2026
LanguageGerman
Table of contents
1Buchvorderseite
2Die „Rote Fabrik“ am Jägerwald
3RITTERKREUZTRÄGER