„Die Räuber“ ist ein radikales Drama über Freiheit, Gerechtigkeit und den Abgrund menschlicher Leidenschaften. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen den Brüdern Karl und Franz Moor – der eine idealistisch, rebellisch und charismatisch, der andere intrigant, machtgierig und eiskalt.
Karl wird durch Intrigen entehrt und schließt sich einer Räuberbande an, um gegen ein ungerechtes System zu kämpfen – doch sein Weg ins Gesetzlose wird zur moralischen Prüfung. Schillers Sprache ist explosiv, emotional und kompromisslos, die Figuren zwischen Heldentum und Wahnsinn gefangen.
Das Stück ist eine literarische Sprengladung gegen Tyrannei, Heuchelei und soziale Ungleichheit – ein Schrei nach individueller Autonomie in einer korrupten Welt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, die Bühne wird zum Schlachtfeld der Ideale.