„Die Piccolomini“ von Friedrich Schiller ist der zweite Teil seiner berühmten Wallenstein-Trilogie (1799). Das Drama setzt die Handlung nach Wallensteins Lager fort und zeigt die zunehmenden politischen Intrigen und persönlichen Konflikte rund um den Feldherrn Albrecht von Wallenstein im Dreißigjährigen Krieg. Im Zentrum stehen die Figuren der Piccolomini-Familie, insbesondere Max Piccolomini, der zwischen Loyalität zu seinem Vater Octavio und seiner Bewunderung für Wallenstein hin- und hergerissen ist. Schiller entfaltet hier meisterhaft das Spannungsfeld zwischen Pflicht, Ehre, persönlichem Gewissen und den unaufhaltsamen Kräften der Geschichte. Mit dichter Sprache und dramatischer Intensität bereitet das Stück den tragischen Höhepunkt in Wallensteins Tod vor.