„Wallensteins Lager“ von Friedrich Schiller ist das Vorspiel zur Wallenstein-Trilogie. Anstatt die großen Feldherren in den Mittelpunkt zu stellen, zeichnet Schiller ein buntes Bild des Alltags im Heerlager während des Dreißigjährigen Krieges. Durch Szenen mit Soldaten, Marketendern, Bauern und einfachen Leuten entsteht ein satirisch-lebendiges Panorama, das sowohl Humor als auch Kritik an den sozialen Missständen jener Zeit vereint. Wallenstein selbst tritt nicht auf, bleibt aber als mythische Gestalt im Hintergrund präsent. Mit Witz, Realismus und atmosphärischer Dichte bildet das Stück die lebendige Einleitung zu Schillers monumentaler Trilogie.