Mit „Die Leiden des jungen Werther“ veröffentlichte Johann Wolfgang von Goethe 1774 ein Werk, das eine ganze Epoche prägte. Der erste Band schildert die innere Welt des sensiblen, leidenschaftlichen jungen Werther, der sich unsterblich in Lotte verliebt – obwohl sie bereits einem anderen versprochen ist. Was als zarte Schwärmerei beginnt, entwickelt sich zu einer intensiven, alles verzehrenden Liebe, die Werther zunehmend isoliert und verzweifelt.
In Form von Briefen erzählt Goethe nicht nur eine Liebestragödie, sondern erschafft ein emotionales Porträt des Genies in der Krise: voller Naturbetrachtungen, philosophischer Reflexionen und tief empfundener Sehnsucht. Werthers Schmerz wird zur Stimme einer Generation – seine Worte hallen über Jahrhunderte hinweg nach.