
Length1h 45m
About this audiobook
Cézannes glücklichste Zeit war seine frühe Jugend in der Provence, wo er zusammen mit Zola und einem anderen Freund in der Natur umherstreifte. Ermutigt durch Renoir, stellte er 1874 und 1877 zusammen mit den Impressionisten aus. Doch die ablehnende Haltung, mit der man seiner Kunst begegnete, verletzte ihn tief. Er malte gern Früchte, weil sie gehorsame Modelle waren, was seiner langsamen Arbeitsweise entgegenkam, dabei behielt er die dominante Farbe und den Charakter der Frucht bei, verstärkte aber den emotionalen Reiz der Form durch ein Spiel von reichen, fein aufeinander abgestimmten Farbwerten. Seine eigentliche Meisterschaft entfaltete er in den Stillleben. Cézanne verstand es, seine Malkunst mit Wissen zu bereichern, dem Wissen um die Dinge – dieser unabdingbaren Voraussetzung für alles schöpferische Bemühen. Kurz nach dem Tod seines Vaters zog er sich für immer auf sein Gut in der Provence zurück und war vermutlich dort der einsamste Maler seiner Zeit. Von Zeit zu Zeit überfiel ihn eine seltsame Melancholie, ja sogar eine düstere Hoffnungslosigkeit. Er konnte unberechenbar und schwierig sein, seine Leinwände zerstören oder sie zum Fenster seines Studios hinauswerfen, sie ganz einfach auf einer Wiese stehen lassen oder sie seinem Sohn geben, der sie zerschnitt und wie ein Puzzle wieder zusammensetzte. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts holten die Bauern aus ihren Scheunen eine größere Menge von Stillleben und Landschaften, als sie hörten, dass ein Narr aus Paris dafür mit gutem Geld zahlte. Doch leider kam die Anerkennung zu spät. Er starb 1906 an einem Fieber, das er sich zugezogen hatte, als er beim Malen vom Regen überrascht wurde.
Audiobook details
GenreOther
Length1 hr 45 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateJul 1, 2011
LanguageGerman
Table of contents
1Cézanne
2Biografie
3Paul Cézanne
4Zeitungen mit etwa einem Dutzend ziemlich
5Das Unverständnis für die Kunst Cézannes war kein
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6Cézanne ist wohl der komplizierteste Künstler
7Abgeschlossenheit seiner Arbeiten auf. Davon
8Cézanne mit seinen ständigen Beschwerden über
9Mit jedem nachfolgenden Werk versuchte er, die
10Diese Gedanken stellen die Tragödie seines
11Verlaufe eines Tages in mühevoller Arbeit geschaffen
12seine Suche und hoffte dabei, irgendwann zu einem
13durchsetzte und verhalf damit zur Entstehung der
14Paul Cézanne, Sohn eines erfolgreichen Bankiers, aus
15Das Wichtigste
16Im ersten Jahr seines Aufenthalts in Paris ist
17Monat) nach Paris, damit er sich nun völlig seiner
18Er fällt bei den Examen in der Ecole durch, findet
19Unter den wenigen
20Diese frühen Werke Cézannes tragen schon den
21Er folgt nicht blind den Impressionisten und kehrt
22wichtigsten war, er schuf Kompositionen mit labilem
231874 Bleistift, 23,6 x 17,7 cm Graphische Sammlung Albertina, Wien
24Fischen sind die Figuren zweier Frauen und eines
25Die innere Spannung, die im Bild In den Zimmern
26Das Bild Der Mord (1867/1870) ist gleichsam
27einer Chimäre ähnliche Frauengestalt auf, die sich
28Der Künstler trägt mit dem Spachtel dicke Farbstriche
29Entstanden in der überschwänglichen Phantasie
30Lebensjahr, gezwungen, diese Verbindung und
31Das Bild Onkel Dominik in Mönchskleidung
32Spachtel, einen über den anderen, erzielte er einen
33Sein Interesse für die Wechselwirkung zwischen
341877-1880 Öl auf Leinwand, 25,5 x 14,5 cm Musée d’Orsay, Paris
35Die vom Künstler entwickelte Kompositionslösung
36Cézannes Mädchen am Klavier gesehen hat. Wir
37Zweifelsohne ließ sich Cézanne bei der Schaffung
38die farblichen Beziehungen in ihm werden in
39Dennoch war sich der Künstler der Notwendigkeit
401872 beginnt er, systematisch im Freien zu arbeiten.
411879-1882 Öl auf Leinwand, 46 x 55 cm Musée de l’Orangerie, Paris
42und einige ihrer Werke dieser Jahre sind durch
43die keinerlei direkte Beziehung zum inhaltlichen
44Durch die Hand Cézannes erbrachte diese Methode
45Der Weg in Pontoise ist das deutlichste Beispiel
46Den Reichtum der vom Licht aufgedeckten
47Im Blumenstrauß deutet Cézanne die Form der
48Cézanne und Pissarro drückte ein Bauer, der sie bei
49Er nimmt 1874 und 1877 an ihren Ausstellungen
50Allmählich