
Length1h 31m
About this audiobook
Sein Vater war ein wohlhabender Bürger, der darauf bestand, dass er "in allem unterrichtet wurde, was man Kinder lehrt". Doch der Junge hatte nicht viel für Lesen, Schreiben oder Mathematik übrig, so dass sein Vater die Hoffnung aufgab, ihn zu einem Gelehrten zu machen, und ihn stattdessen zum Goldschmied Botticelli in die Lehre gab, unter dessen Namen ihn die Welt kennt. Doch Sandro, ein eigenwillig blickender Junge mit großen, neugierigen Augen und einem blonden Haarschopf bestand darauf, Maler zu werden und kam deshalb schließlich zu dem Karmelitermönch Fra Lippo Lippi in die Lehre. Dem Frate lag Sandros Ausbildung besonders am Herzen, da er ihm auch persönlich sehr zugetan war. Wie dies inzwischen unter den Malern Mode geworden war, wandte sich der junge Maler nicht religiösen Motiven zu, sondern dem Studium der Schönheit und des menschlichen Charakters. Sandro machte schnelle Fortschritte, liebte und verehrte seinen Meister und brachte später dessen Sohn, Filippino Lippi, das Malen bei. Trotz seines realistischen Ansatzes war Sandro ein Träumer und Poet, nicht ein Maler von Fakten, sondern von Ideen. Deshalb sind auch seine Bilder weniger eine Darstellung von bestimmten Objekten, als von Mustern und Formen. Auch seine Farbgebung ist weder reich noch lebensnah, sondern untersteht immer der Form und bleibt oft nur eine Andeutung. Er interessierte sich für die abstrakten Möglichkeiten der Kunst, weniger für das Konkrete. So sind seine Kompositionen eher Muster; seine Gestalten besetzen nicht wohl definierte Plätze im Raum, sie wirken nicht durch massige Körperhaftigkeit, sondern eher flächig. Die Linien, die seine Konturen umgeben, verfolgen wohl einen dekorativen Zweck. Man sagt Botticelli nach, dass er "...obwohl einer der schlechtesten Anatomen, so doch einer der größten Zeichner der Renaissance" gewesen sei. Ein Beispiel fehlerhafter anatomischer Wiedergabe ist die unmögliche Art und Weise, in der der Kopf der Madonna am Hals befestigt ist und verschiedene merkwürdige Gelenke sowie eigentümlich geformte Glieder. Trotzdem gilt er als einer der größten Zeichner, weil er es nicht nur verstand, bloße äußere, sondern auch innere Schönheit wiederzugeben. Mathematisch ausgedrückt, löste er die Bewegung der Figur in ihre Faktoren – die einfachsten Ausdrucksformen – auf und kombinierte diese verschiedenen Formen in ein Muster, das durch rhythmische und harmonische Linien auf unsere Einbildung die poetischen Gefühle des Künstlers projiziert. Diese Fertigkeit, jeder Linie eine Bedeutung zu verleihen, unterscheidet den großen Zeichenkünstler von den vielen, die die Linie nur als ein notwendiges Mittel zur Darstellung von konkreten Gegenständen nutzen. Zu seinen wichtigsten Werken gehören: Der Frühling (1478), Madonna mit Kind (1480), Geburt der Venus (1485), Madonna della Melagrana (1487)
Audiobook details
GenreOther
Length1 hr 31 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateDec 22, 2011
LanguageGerman
Table of contents
1BOTTICELLI
2683 x 138 cm. Museo
2Einleitung
27150 x 156 cm. Galleria
3Galleria Nazionale di
28In den Kreis dieser großen Familie, deren Mitglieder bis zum
4124 x 65 cm. Galleria
29268 x 280 cm. Galleria
5I. Herkunft, Lehrer und Jugendwerke
30III. Mythologische und allegorische Darstellungen
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6Museen, Berlin.
31Florenz.
7sechs Heiligen, um 1470. Tempera auf
32140 x 207 cm. Alte
831 x 25 cm. Galleria
33IV. Der Freskomaler
931 x 24 cm. Galleria
34degli Uffizi, Florenz.
10degli Uffizi, Florenz.
35107 x 71 cm. Museo
11de’Medici, um 1478-80.
36V. Der Maler von Altartafeln
12Cambó, Barcelona.
37Durchmesser 65 cm.
13(Smeralda Brandini?), 1470-75.
38VI. Seine Kunst unter dem Einfluss Savonarolas
14Florenz.
39Heilgen drei Könige, um 1466-68.
15Fresko, auf Leinwand
4050 x 136 cm. The
16237 x 269 cm. Musée
41VII. Seine Zeichnungen zur Divina Commedia
17211 x 284 cm. Musée
42Augustinus, Hieronymus
18Ognissanti, Florenz.
43378 x 258 cm. Galleria
19Florenz.
44Berlin.
20Vatikan.
45um 1500. Tempera auf
21degli Uffizi, Florenz.
4653 x 35 cm. Capilla
22Berlin.
47VIII. Botticelli, der Mensch und der Künstler
23II. Naturalistische Frühwerke Botticellis
48heiligen Zenobius, 1500-05.
24Privatsammlung.
49London.
2583 x 142 cm. Museo
5066 x 182 cm. Staatliche