
Geschichte des Agathon (Kommentiert)
Erweiterte Ausgabe. Historischer Roman - Wichtigster Bildungsroman der AufklärungsepocheBy Christoph Martin WielandLength21h 31m
About this audiobook
Mit der Geschichte des Agathon begründet Wieland einen der ersten modernen Bildungsromane deutscher Sprache. In der Maske einer antiken griechischen Lebensbeschreibung verfolgt der Roman den idealistischen Agathon durch erotische, politische und philosophische Prüfungen: Schwärmerei, Tugendlehre und Weltklugheit geraten in ein skeptisch ausbalanciertes Gespräch. Der elegante, ironisch gebrochene Stil verbindet empfindsame Innenschau mit aufklärerischer Analyse und steht zwischen französischem Roman, antiker Satire und der späteren Weimarer Klassik. Christoph Martin Wieland (1733–1813), Übersetzer Shakespeares, Herausgeber des Teutschen Merkur und zentrale Gestalt der deutschen Aufklärung, brachte in dieses Werk seine eigenen geistigen Wandlungen ein. Aus pietistischer Jugendfrömmigkeit, humanistischer Antikenbildung und kosmopolitischer Lektüre erwuchs sein Interesse an der Erziehung des Menschen zur Urteilskraft. Agathons Irrwege spiegeln Wielands Erfahrung, dass moralische Vollkommenheit nicht abstrakt gelehrt, sondern im Konflikt mit Leidenschaft, Gesellschaft und Geschichte geprüft wird. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die den deutschen Roman vor Goethe verstehen und zugleich eine lebendige Untersuchung des modernen Subjekts entdecken möchten. Wer philosophische Erzählkunst schätzt, findet hier keine bloße Altertumsstaffage, sondern eine kluge Anatomie von Idealismus und Desillusionierung. Agathon bleibt aktuell, weil Wieland die Frage stellt, wie ein guter Mensch in einer unvollkommenen Welt handlungsfähig werden kann.
Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.
- Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes.
- Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten.
- Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben.
- Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen.
- Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen.
- Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor.
- Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
Audiobook details
GenreGeneral Fiction, Literary Classics
Length21 hrs 31 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateJul 16, 2015
LanguageGerman
Table of contents
1Introduction
50Neuntes Kapitel Nachrichten zu Verhütung eines besorglichen Mißverstandes
2Einführung
51Zehentes Kapitel Welches alle unsre verheiratete Leser, wofern sie nicht sehr glücklich oder vollkommne Stoiker sind, überschlagen können
3Synopsis
52Eilftes Kapitel Eine bemerkenswürdige Würkung der Liebe, oder von der Seelenmischung
4Historischer Kontext
53Sechstes Buch
5Erste Fassung (1766/1767)
54Erstes Kapitel Ein Besuch des Hippias
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6Erstes Buch
55Zweites Kapitel Eine Probe von den Talenten eines Liebhabers
7Erstes Kapitel
56Drittes Kapitel Konvulsivische Bewegungen der wiederauflebenden Tugend
8Zweites Kapitel Etwas ganz Unerwartetes
57Viertes Kapitel Daß Träume nicht allemal Schäume sind
9Drittes Kapitel Unvermutete Unterbrechung des Bacchus-Festes
58Fünftes Kapitel Ein starker Schritt zu einer Katastrophe
10Viertes Kapitel Agathon wird zu Schiffe gebracht
59Siebentes Buch
11Fünftes Kapitel Eine Entdeckung
60Erstes Kapitel Die erste Jugend des Agathons
12Sechstes Kapitel Erzählung der Psyche
61Zweites Kapitel En animam & mentem cum qua Di nocte loquantur!
13Siebentes Kapitel Fortsetzung der Erzählung der Psyche
62Drittes Kapitel Die Liebe in verschiedenen Gestalten
14Achtes Kapitel Psyche beschließt ihre Erzählung
63Viertes Kapitel Fortsetzung des Vorhergehenden
15Neuntes Kapitel Wie Psyche und Agathon wieder getrennt werden
64Fünftes Kapitel Agathon entfliehet von Delphi, und findet seinen Vater
16Zehntes Kapitel Ein Selbstgespräch
65Sechstes Kapitel Agathon kommt nach Athen, und widmet sich der Republik. Eine Probe der besondern Natur desjenigen Windes, welcher vom Horaz aura popularis genennet wird
17Eilftes Kapitel Agathon kömmt zu Smyrna an, und wird verkauft
66Siebentes Kapitel Agathon wird von Athen verbannt
18Zweites Buch
67Achtes Kapitel Agathon endigt seine Erzählung
19Erstes Kapitel Wer der Käufer des Agathon gewesen
68Neuntes Kapitel Ein starker Schritt zur Entzauberung unsers Helden
20Zweites Kapitel Absichten des weisen Hippias
69Achtes Buch
21Drittes Kapitel Verwunderung, in welche Agathon gesetzt wird
70Erstes Kapitel
22Viertes Kapitel Welches bei einigen den Verdacht erwecken wird, daß diese Geschichte erdichtet sei
71Zweites Kapitel Verräterei des Hippias
23Fünftes Kapitel Schwärmerei des Agathon
72Drittes Kapitel Folgen des Vorhergehenden
24Sechstes Kapitel Ein Gespräch zwischen Hippias und seinem Sklaven
73Viertes Kapitel Eine kleine Abschweifung
25Siebentes Kapitel Worin Agathon für einen Schwärmer ziemlich gut räsoniert
74Fünftes Kapitel Schwachheit des Agathon; unverhoffter Zufall, der seine Entschließungen bestimmt
26Achtes Kapitel Vorbereitungen zum Folgenden
75Sechstes Kapitel Betrachtungen, Schlüsse und Vorsätze
27Drittes Buch
76Siebentes Kapitel Eine oder zwo Digressionen
28Erstes Kapitel Vorbereitung zu einem sehr interessanten Diskurs
77Neuntes Buch
29Zweites Kapitel Theorie der angenehmen Empfindungen
78Erstes Kapitel Veränderung der Szene. Charakter der Syracusaner, des Dionysius und seines Hofes
30Drittes Kapitel Die Geisterlehre eines echten Materialisten
79Zweites Kapitel Charakter des Dion. Anmerkungen über denselben. Eine Digression
31Viertes Kapitel Worin Hippias bessere Schlüsse macht
80Drittes Kapitel Eine Probe, daß die Philosophie so gut zaubern könne, als die Liebe
32Fünftes Kapitel Der Anti-Platonismus in Nuce
81Viertes Kapitel Philistus und Timocrates
33Sechstes Kapitel Ungelehrigkeit des Agathon
82Fünftes Kapitel Agathon wird der Günstling des Dionysius
34Viertes Buch
83Zehentes Buch
35Erstes Kapitel Geheimer Anschlag, den Hippias gegen die Tugend unsers Helden macht
84Erstes Kapitel Von Haupt- und Staats-Aktionen. Betragen Agathons am Hofe des Königs Dionys
36Zweites Kapitel Hippias stattet einer Dame einen Besuch ab
85Zweites Kapitel Beispiele, daß nicht alles, was gleißt, Gold ist
37Drittes Kapitel Geschichte der schönen Danae
86Drittes Kapitel Große Fehler wider die Staats-Kunst, welche Agathon beging – Folgen davon
38Viertes Kapitel Wie gefährlich es ist, der Besitzer einer verschönernden Einbildungskraft zu sein
87Viertes Kapitel Nachricht an den Leser
39Fünftes Kapitel Pantomimen
88Fünftes Kapitel Moralischer Zustand unsers Helden
40Sechstes Kapitel Geheime Nachrichten
89Eilftes Buch
41Fünftes Buch
90Erstes Kapitel Apologie des griechischen Autors
42Erstes Kapitel Was die Nacht durch in den Gemütern einiger von unsern Personen vorgegangen
91Zweites Kapitel Die Tarentiner. Charakter eines liebenswürdigen alten Mannes
43Zweites Kapitel Eine kleine metaphysische Abschweifung
92Drittes Kapitel Eine unverhoffte Entdeckung
44Drittes Kapitel Worin die Absichten des Hippias einen merklichen Schritt machen
93Viertes Kapitel Etwas, das man ohne Divination vorhersehen konnte
45Viertes Kapitel Veränderung der Szene
94Fünftes Kapitel Abdankung
46Fünftes Kapitel Natürliche Geschichte der Platonischen Liebe
95Analyse
47Sechstes Kapitel Worin der Geschichtschreiber sich einiger Indiskretion schuldig macht
96Reflexion
48Siebentes Kapitel Magische Kraft der Musik
97Unvergessliche Zitate
49Achtes Kapitel Eine Abschweifung, wodurch der Leser zum Folgenden vorbereitet wird
98Notizen