
Mature
Length13h 8m
About this audiobook
Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung. Michel de Montaignes Essays öffnen einen der klarsten und zugleich beweglichsten Räume des europäischen Denkens: das Gespräch des Menschen mit sich selbst. In ihnen zeigt sich nicht ein geschlossenes Lehrgebäude, sondern die Kunst, Erfahrung, Zweifel und Urteilskraft in eine Sprache von seltener Eleganz zu verwandeln. Wer dieses Werk liest, begegnet keiner Antwort, die endgültig sein will, sondern einer Haltung, die das Ungewisse mit geistiger Gelassenheit und wacher Neugier erträgt. Entstanden im späten 16. Jahrhundert, im Zeitalter der Renaissance und religiösen Spannungen, markieren die Essays einen Wendepunkt der Literaturgeschichte. Montaigne begründete mit ihnen eine Form des persönlichen, reflektierenden Schreibens, die bis in die Moderne nachwirkt. Seine Texte verbinden Humanismus, Selbstbeobachtung und skeptische Klugheit zu einer unverwechselbaren literarischen Stimme, die zugleich intim und allgemein, zeitgebunden und zeitlos wirkt. Dieses Werk richtet sich an Leserinnen und Leser, die in der klassischen Literatur nicht nur Stoff, sondern Denken suchen: an jene, die die feine Bewegung des Geistes ebenso schätzen wie stilistische Meisterschaft. Sein Wert liegt in der seltenen Verbindung von geistiger Freiheit und menschlicher Maßhaltung. Die Essays lehren weniger, wie man zu urteilen hat, als wie man inmitten der Welt aufmerksam, offen und würdig bleibt.
Audiobook details
GenreLiterary Classics
Length13 hrs 8 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateJun 17, 2026
LanguageGerman
Table of contents
1Das Gefühl für das Gute und Böse hängt großenteils von der Meinung ab, die wir davon hegen
9Über Lob, Preis und Ruhm
2Von der Angewohnheit und von der Mißlichkeit, gewohnte Gesetze zu ändern
10Von der Gewissensfreiheit
3Von der Pedanterei
11Was nützlich ist und was ehrlich
4Über die Kinderzucht: an Madame Diane de Foix, Gräfin de Gurson
12Über die Nachteile, welche mit Hoheit und Größe verknüpft sind
5Über die Freundschaft
13Man muß seinen Willen beschränken
Show all chaptersShow less
6Von der Mäßigung
14Von Hinkenden
7Über die Einsamkeit
15Von der Physiognomie
8Unsere Begierden wachsen durch die Schwierigkeiten
16Von der Erfahrung