Du hörst ein Knacken. Nicht unter der Tür – in dir. Die Finger, die da brechen, könnten deine eigenen sein.
Willkommen in Neris, einer Kleinstadt, in der ein toter Mörder nachts die Gassen abschreitet. Nackte Füße auf vereistem Pflaster. Leere Augenhöhlen, die dich sehen.
In drei Kurzgeschichten erlebst du, wie der Fluch beginnt: Ein Mönch spricht dem Serienkiller die Letzte Ölung – und hört ihn flüstern: „Ich komme wieder.“ Ein Henker stiehlt das falsche Eisen – und erwacht mit klaffenden Wunden in den Händen. Eine Wäscherin wagt einen Blick aus dem Fenster – und sieht eine Gestalt, die vor jedem Haus stehen bleibt.
Horror, der nicht schreit. Der schleift. Der unter deinem Bett wartet, bis das Knacken beginnt.
Wenn du wissen willst, wie man einen Fluch geboren werden lässt, dann schlag diese Seiten auf. Aber lies nachts. Bei geschlossenen Fenstern. Und dreh dich nicht um.