
Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet und wie es ihm mit dem Doktern geht (Kommentiert)
Erweiterte Ausgabe. Historischer Roman des Autors von "Die schwarze Spinne", "Uli der Pächter" und "Der Bauernspiegel"By Jeremias GotthelfLength33h 37m
About this audiobook
Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet und wie es ihm mit dem Doktern geht entfaltet im Mikrokosmos eines bernischen Bauernhauses ein Panorama ländlicher Lebensführung, medizinischer Unwissenheit und sozialer Machtverhältnisse. Gotthelfs Erzählkunst verbindet drastischen Realismus, humorvolle Charakterzeichnung und moralisch-didaktische Reflexion; Mundartnähe und biblisch grundierter Ernst verleihen dem Text seine unverwechselbare Autorität. Im Kontext des schweizerischen Realismus wird der Roman zu einer frühen literarischen Intervention in Fragen von Volksmedizin, Aberglauben, Hygiene und ärztlicher Verantwortung. Jeremias Gotthelf, eigentlich Albert Bitzius, war nicht nur Schriftsteller, sondern reformierter Pfarrer in Lützelflüh und genauer Beobachter der bäuerlichen Gesellschaft des Emmentals. Seine seelsorgerische Praxis brachte ihn mit Armut, Krankheit, familiären Konflikten und Bildungsdefiziten unmittelbar in Berührung. Gerade diese Erfahrung erklärt die Schärfe, mit der er häusliche Tyrannei, Kurpfuscherei und religiös verbrämte Selbstgerechtigkeit schildert, ohne den Menschen ihre Würde zu nehmen. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die Literatur als Erkenntnisform sozialer Wirklichkeit schätzen. Es bietet keine bloße Dorfgeschichte, sondern eine vielschichtige Studie über Krankheit, Autorität und Verantwortung, zugleich komisch, unbequem und erstaunlich modern.
Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.
- Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes.
- Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten.
- Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben.
- Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen.
- Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen.
- Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor.
- Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
Audiobook details
GenreHistory
Length33 hrs 37 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateNov 2, 2015
LanguageGerman
Table of contents
1Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet und wie es ihm mit dem Doktern geht (Kommentiert)
2Einführung
3Synopsis
4Historischer Kontext
5Erster Teil
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6Vorwort
7Erstes Kapitel Anne Bäbi marschiert auf samt seiner ganzen Haushaltung
8Zweites Kapitel Wie Jakobli unterwiesen wird und die Mutter mit ihm spazieren geht
9Drittes Kapitel Wie Jakobli eine Krankheit kriegt und eine Jungfere ein Doktor wird
10Viertes Kapitel Wie Jakobli aus der Krankheit kömmt und die Eltern zu Trost
11Fünftes Kapitel Anne Bäbi vernimmt was Neus, und ein Professor muß sich verwundern
12Sechstes Kapitel Mädi geht auf Reisen und bekömmt Gedanken
13Siebentes Kapitel Die Gedanken machen dem Mädi übel und das Elixier dem Jakobli
14Achtes Kapitel Anne Bäbi bekömmt Einfälle und fährt zMärit
15Neuntes Kapitel Wie man grusam suchen kann und ungsinnet finden
16Zehntes Kapitel Anne Bäbi fährt auf die Gschaui und hat große Freude; aber Jakobli läuft durch eine Mistgülle, und das Herz tut ihm weh
17Elftes Kapitel Wie das Weibervolk es erfahren muß, daß das Mannevolk es nicht fassen tut
18Zwölftes Kapitel Anne Bäbi erfährt es, was Kaltschmieden ist
19Dreizehntes Kapitel Wie Jakobli auf die Gschaui reiset
20Vierzehntes Kapitel Auf der Heimreise erlebt Jakobli Geschichten
21Fünfzehntes Kapitel Als Jakobli heimkömmt, kriegt er Räte
22Sechzehntes Kapitel Wie Jakobli ob dem Raten krank wird und Anne Bäbi für die Krankheit keinen Doktor findet
23Siebenzehntes Kapitel Wie endlich Anne Bäbi Gesandte ausschicket, und was für Bericht sie bringen
24Achtzehntes Kapitel Jetzt geht der Katze das Haar aus
25Neunzehntes Kapitel Wie dem Mädi die Augen aufgesprengt werden und Hansli auf die Mähre hocket und um Rat ausreitet
26Zwanzigstes Kapitel Wie Jakobli selbst auf die Beine muß und zu einer Braut kömmt
27Einundzwanzigstes Kapitel Wie dem Jakobli ein Meitschi vom Wirtshaus ins Pfarrhaus hilft
28Zweiundzwanzigstes Kapitel Der Verfasser macht Betrachtungen, Zyberlihogerbauern möchten zDorf, und Anne Bäbi tut wüst
29Dreiundzwanzigstes Kapitel Hansli faßt einen Entschluß und redet wie ein Buch, tröstet ein Meitschi und kauft eine Kuh
30Vierundzwanzigstes Kapitel Es wird dargetan, wie Hochzeithalten kein Narrenwerk ist
31Zweiter Teil
32Vorwort
33Erstes Kapitel Meyeli kömmt ab dem Steine und hinter einen Tisch
34Zweites Kapitel Wie Meyeli erwarmet
35Drittes Kapitel Ein Vikari tut einen Fehlschuß
36Viertes Kapitel Meyeli tritt in der Welt auf
37Fünftes Kapitel Wie eine Hebamme zu Ader läßt, um ein schweres Herz leichter zu machen
38Sechstes Kapitel Wie nur ein klein Kind ins Haus kömmt und dasselbe doch ganz voll Gebrüll wird
39Siebentes Kapitel Wie Jakobli auftaut und die Bschüttilöcher größer gemacht werden
40Achtes Kapitel Großmütterliche Pädagogik
41Neuntes Kapitel Was das Leben sei, was der Frevel an diesem Leben sei, und wie es einem solchen Frevler ergehen werde
42Zehntes Kapitel Und wie die Herzen bluten, wenn ein liebes Leben erlischt
43Elftes Kapitel Wie ein Vikar in Harnisch kömmt, ein Pfarrer auf die Beine und eine alte Frau um den Verstand
44Zwölftes Kapitel Wie ein Doktor aus der Haut fahren will und ein Pfarrer ihn wieder hineinstößt
45Dreizehntes Kapitel Wie ein alter Herr ins Reden kommt und nicht mehr hören kann
46Vierzehntes Kapitel Wie ein Pfarrer und ein Doktor zusammen konsultieren, das heißt über einander die Köpfe schütteln
47Fünfzehntes Kapitel Wie eine alte Frau einen jungen Herrn übers Knie nimmt
48Sechzehntes Kapitel Wie Jakobli zum Durchbruch kömmt und Meyeli matt wird
49Siebenzehntes Kapitel Von der Hübschi und vom Interesse
50Achtzehntes Kapitel Was ein Doktor ausstehen muß, und wie es ihm ergehen kann