
Maulana Rumi: Qazal (Orientalische Liebeslyrik: Qaselen/Ghaselendichtung) (Kommentiert)
Erweiterte Ausgabe. Deutsche AusgabeBy Dschalal ad-Din Muhammad RumiLength2h 42m
About this audiobook
Maulana Rumis Qazal-Dichtung erschließt die ekstatische Mitte der persisch-islamischen Liebeslyrik: kurze, musikalisch verdichtete Gedichte, in denen irdische Sehnsucht, mystische Gottesnähe und die Erfahrung des Selbstverlusts untrennbar ineinander übergehen. In der Tradition der Qaselen/Ghaselen arbeitet Rumi mit Wiederholung, Reim, paradoxen Bildern und einer Sprache der Entgrenzung. Wein, Tanz, Nachtigall, Geliebter und Trennung sind hier keine bloßen Ornamente, sondern Chiffren einer spirituellen Poetik, die den Menschen aus rationaler Enge in lebendige Erkenntnis führt. Dschalal ad-Din Muhammad Rumi, im Westen meist schlicht Rumi genannt, wurde 1207 geboren und wirkte vor allem in Konya. Geprägt durch islamische Gelehrsamkeit, persische Dichtung und die Begegnung mit Schams-e Tabrizi, verwandelte er persönliche Erschütterung in eine universale Sprache der Liebe. Seine Verse entstehen aus der Spannung zwischen theologischer Bildung, sufischer Praxis und existenzieller Erfahrung; gerade deshalb sprechen sie zugleich als Dichtung, Meditation und Lehre. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die orientalische Liebeslyrik nicht nur als exotische Form, sondern als anspruchsvolle Denk- und Erfahrungsweise verstehen möchten. Rumis Qazals eröffnen einen Zugang zu einer Literatur, in der ästhetische Schönheit und metaphysische Suche einander erhellen.
Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern.
- Eine umfassende Einführung skizziert die verbindenden Merkmale, Themen oder stilistischen Entwicklungen dieser ausgewählten Werke.
- Die Autorenbiografie hebt persönliche Meilensteine und literarische Einflüsse hervor, die das gesamte Schaffen prägen.
- Ein Abschnitt zum historischen Kontext verortet die Werke in ihrer Epoche – soziale Strömungen, kulturelle Trends und Schlüsselerlebnisse, die ihrer Entstehung zugrunde liegen.
- Eine knappe Synopsis (Auswahl) gibt einen zugänglichen Überblick über die enthaltenen Texte und hilft dabei, Handlungsverläufe und Hauptideen zu erfassen, ohne wichtige Wendepunkte zu verraten.
- Eine vereinheitlichende Analyse untersucht wiederkehrende Motive und charakteristische Stilmittel in der Sammlung, verbindet die Erzählungen miteinander und beleuchtet zugleich die individuellen Stärken der einzelnen Werke.
- Reflexionsfragen regen zu einer tieferen Auseinandersetzung mit der übergreifenden Botschaft des Autors an und laden dazu ein, Bezüge zwischen den verschiedenen Texten herzustellen sowie sie in einen modernen Kontext zu setzen.
- Abschließend fassen unsere handverlesenen unvergesslichen Zitate zentrale Aussagen und Wendepunkte zusammen und verdeutlichen so die Kernthemen der gesamten Sammlung.
Audiobook details
GenrePoetry
Length2 hrs 42 mins
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateApr 18, 2014
LanguageGerman
Table of contents
1Maulana Rumi: Qazal (Orientalische Liebeslyrik: Qaselen/Ghaselendichtung) (Kommentiert)
41Tag ist's, auf, steh auf, o Jüngling Muselmane!
2Einführung
42Kommt das Schwert aus Schmiedes Händen rein an Spitz' und Schneide
3Autorenbiografie
43Rein gehalten dein Gewand
4Historischer Kontext
44Die Liebe rief vom Himmelsthor
5Synopsis (Auswahl)
45Die hin zur Kaaba pilgern gehn
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6Solange die Sonne nicht den Nachtflor bricht
46Wenn mir der Freund wird seine Hilf' erzeigen
7Zum Himmel thu' ich jede Nacht den Liebesruf
47Immer mehr werd' ich begehren
8Ich sah empor, und sah in allen Räumen Eines
48Der Wolken als geordnete Kamelenreih'n des Himmels lenkt
9Als ich scharfen Dorn mich sahe, Rosenschwelle sucht' ich auf
49Verzicht' auf Welt, daß Herr der Welt du seiest
10Obgleich die Sonn' ein Scheinchen ist deines Scheines nur
50Sag, wenn du's weißt, Geselle
11Wer gesehn hat deine Wangen wird nach Rosenschein nicht gehn
51Suchst du Liebestrunkene? sieh hier, die ertranken!
12Ich bin der Falk' der Geisterwelt
52O Wandrer auf den Wegen, was weißt du?
13Komm, o Frühling meiner Seele, Welten wieder mache neu!
53Mit deiner Seele hat sich meine
14Tritt an zum Tanz! wir schweben in dem Reihn der Liebe
54Meiner Seele Morgenlicht, sei nicht fern, o sei nicht fern!
15Komm, komm! du bist die Seele, die Seele mir im Reigen
55O ihr, in deren Brust ich poch', ich liebe lang
16Schall, o Trommel, hall, o Flöte! Allah hu!
56Du hast nur flüchtig uns gelacht, o fleuch uns nicht!
17Dein Fuß fleucht aller Orten hin aus unserm Kreis', o fleuch uns nicht!
57Vorbei sind die Fasten, das Fest ist, das Fest ist gekommen
18Der Frühling stirbt, wann du mit Schwalben gehst
58Komm, daß ich dich fasse, reiche mir die Hand!
19Lieb' ist nicht in Schrift und Buch, der Buchstab' ist ihr Streiter nicht
59Das spröde Erz ist weich geworden
20Wohl endet Tod des Lebens Not
60Hauch und zieh ein Fünkelein zur Flamme!
21Ihr Augen, geht, den Lenz zu schauen
61Zur Sonne schaut der Aar mit Mut
22Der Tag ist hie, das Fest ist hie der Rose
62Unglauben ist die Nacht, die Nachtlamp' ist der Glauben
23Die Rose ist das höchste Liebezeichen
63Ich sah ein Meer im Sturme, des Wogen mit Gezische
24O welche Werkstatt hegst du mir im Herzen!
64Du bist der Schreiber und die Schrift bist du
25Ein Gottesmann ist trunken ohne Most
65Er hat's gemacht, was soll ich machen?
26Schlaf nicht, Gastfreund, mein Gedanke! diese Nacht
66O Bruder, hör, und sei nicht taub der Liebe!
27O Lieb'! ich zeug' es dir: ich weinte trüb wie Nacht
67Komm, der Liebe Sklave sei!
28O Himmel, welch ein Freund, o welch ein Leu ist das!
68Wo zum Waschen Wasser fehlt
29Ich bin das Sonnenstäubchen, ich bin der Sonnenball
69Schönste Blum' auf Erdenwiesen, Ali, Abutaleb's Sohn!
30Du bist der Weltbrunn der Genüsse
70Allah hat eröffnet euern Vätern
31Ich bin die Reb', o komm, und sei der Rebe
71Kommt, fromme Brüder, betet des Höchsten Wunder an
32O Vogel, der nach Freiheit girret
72Nach welchem ich frage, wo ist er?
33Klage nicht, daß du in Fesseln seist geschlagen
73Verliebte! Verliebte! ich komm' aus der Welt
34Ich sah, wie auf zur Sonne sich schwang ein Adelaar
74Ein Wort von deinen Lippen, du brauchst es nicht zu sagen
35Ums reine Licht hab' ich die Flamme liebgewonnen
75Laß mein Streben dir gefallen
36Glücklich preis' ich euch, ihr Brüder, die ihr unvertrieben
76Höchste Liebe, wo du thronest, laß vor deinem Throne knien
37Ich bin die Rose, die des Frühlings Schläfe kränzet
77Analyse
38Einst um Liebe, die Peri, hat der Dschinne Schmerz gefreit
78Reflexion
39Unser Haus hat viele Thüren
79Unvergessliche Zitate
40O der du bist gekommen in des Daseins Land