About this audiobook
Manuel García schreibt von Blicken, die länger dauern als erlaubt, von Körpern auf der Durchreise und von jener Zerbrechlichkeit, die sich erst im Begehren offenbart. Seine Figuren sind Suchende – Männer zwischen Häfen und Hotelzimmern, zwischen Afrika und Frankreich, zwischen Stolz und Hingabe. Leidenschaft erscheint bei ihm nie plump, sondern wie ein Fluss, der leise anschwillt.
In der titelgebenden Erzählung beginnt alles mit einer Reise über Wasser und staubige Straßen. In einem alten Boot, das nach Benzin riecht, sitzt Damien neben Azarias und spürt, dass Nähe auch in der Stille wachsen kann. „Du nimmst die linke Koje“, sagt der Begleiter ruhig, und zwischen zwei Atemzügen ahnt man, dass jede Überfahrt auch eine innere ist. Begegnung wird hier zum Übergang – und jeder Hafen trägt das Versprechen eines neuen, gefährlichen Verlangens.