Wenn nichts mehr ist, wie es war, war meine Mutter da
Als Zofias Vater in eine Entzugsklinik geht, ist ihr und Schwester Kinga direkt klar, was sie als Töchter einer polnischen Familie tun müssen. Die Mutter kann auf keinen Fall allein zu Hause bleiben, und so wird sie kurzerhand in Zofias Studentenwohnung mit einquartiert. Dadurch ist zwar die Bude sauber, aber nichts liegt mehr, wo es war. Das Essen steht auf dem Tisch, aber es ist eigentlich immer Fleisch drin – und Zofia ist Vegetarierin. Schlussendlich spielen die Töchter Mama für ihre Mama, und Mama selbst spielt Amor. Für Zofia schleppt sie Anton an: bio-deutsch und angehender Mediziner, also genau das, was sie sich für ihre Tochter vorstellt. Dass Zofia Anton auch mag, kann sie natürlich so nicht zugeben – aber heimliche Beziehungen liegen ja sowieso in der Familie.
Die drei Frauen brauchen niemanden und erst recht keinen Mann, um die komplizierten Familienstrukturen aufrecht zu erhalten. Aber wenn man das Beste für seine Lieben will, ist doch schließlich alles erlaubt, oder?
Der urkomische Folgeroman von "Iss das jetzt, wenn du mich liebst"
Die eine aus Berlin, die andere aus Kijev. Die eine in ihren 20ern, die andere in den 30ern. Bianca und Anna sind Freundinnen, seit Kurzem. Gemeinsam mit ihrem Hund Oscar floh Ana im Februar 2022 vor dem Krieg in der Ukraine. Ihr Lebenspartner durfte das Land nicht verlassen, ihre Eltern wollten nicht, Freundinnen sind nach Bulgarien weitergereist. Anna hat kein bestehendes soziales Umfeld in Berlin und ist bei ihrer Ankunft allein. Die beiden Frauen lernen sich über einen Instagram-Post kennen, in dem Bianca ein Zimmer in ihrer Wohnung für Geflüchtete zur Verfügung stellte. Seit sie sich 50 Quadratmeter mit WG-Chihuahua Oscar teilen, entsteht zwischen Sozialamt und Spargel, Sprachschule und russischem Osterbrot eine knochenharte Frauenfreundschaft.View all by Bianca Nawrath