Mit seinem Roman „Buddenbrooks“ schuf Thomas Mann ein monumentales Porträt des deutschen Bürgertums – und wurde dafür mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Der Roman erzählt den Aufstieg und Niedergang einer angesehenen Kaufmannsfamilie in Lübeck über vier Generationen hinweg. Mit präzisem Blick und feiner Ironie beschreibt Mann, wie wirtschaftlicher Ehrgeiz, familiäre Erwartungen und persönliche Krisen das Gefüge der Familie allmählich zersetzen.
Im Zentrum stehen Figuren wie der pflichtbewusste Thomas, der sensible Hanno oder die unabhängige Tony – jede auf ihre Weise gefangen zwischen Tradition, Selbstverwirklichung und gesellschaftlichem Druck. Der Titel Verfall einer Familie ist Programm: Thomas Mann zeichnet mit sprachlicher Eleganz den schleichenden Zerfall eines Wertesystems, das einst unerschütterlich schien.