
Beowulf
Restored Classics to Go EditionBy Karl SimrockLength5h 1m
About this audiobook
Diese Ausgabe wurde vollständig restauriert, mit moderner Typografie, individuellem Coverdesign und korrigierter Formatierung. Beowulf gehört zu den Grundtexten der europäischen Literatur: ein Werk, das nicht bloß eine alte Heldensage bewahrt, sondern den geistigen Horizont des frühen Mittelalters in seltener Dichte offenlegt. In der deutschen Übertragung von Karl Simrock gewinnt dieses altenglische Epos eine Sprache, die archaische Wucht mit romantischer Lesbarkeit verbindet und so den Zugang zu einem Text eröffnet, der zwischen heidnischem Heldenideal und christlicher Weltdeutung steht. Entstanden im altenglischen Kulturraum und in der schriftlichen Überlieferung um das frühe Mittelalter gefasst, ist Beowulf zugleich Denkmal einer untergegangenen Welt und frühes Zeugnis europäischer Dichtungskraft. Seine Bedeutung reicht weit über den Stoff hinaus: Das Werk zeigt, wie Erinnerung, Ruhm, Vergänglichkeit und Ordnung in einer unsicheren Welt literarisch verhandelt werden. Simrocks Übersetzung, geprägt vom 19. Jahrhundert und seinem Interesse an nationaler Überlieferung, macht diese Schichtung zusätzlich sichtbar. Diese Ausgabe richtet sich an Leserinnen und Leser, die klassische Texte nicht nur lesen, sondern historisch und ästhetisch erschließen möchten: an Studierende, Literaturinteressierte und an alle, die die Ursprünge des heroischen Erzählens im europäischen Norden verstehen wollen. Ihr Wert liegt in der Begegnung mit einer Sprache des Übergangs, in der Größe stets vom Wissen um Endlichkeit begleitet ist. Gerade darin bleibt Beowulf von bleibender Kraft: als Zeugnis dafür, wie Literatur aus Ferne Gegenwart wird.
Audiobook details
GenreLiterary Classics
Length5 hrs 1 min
Narrated byListen with 1,000+ voices
FormateBook with Audio
Publish dateJun 19, 2026
LanguageGerman
Table of contents
1Karl Simrock
3127. Hygd und Offa.
2Vorrede.
3228. Freaware.
3Schild der Schefing.Schild der Schefing. Wenn dieser erste ungezählt gebliebene Abschnitt ein späterer Zusatz wäre, so müsten auch Z. 1–11 des folgenden ersten gleichen Ursprung haben und erst mit der 12. das alte Gedicht beginnen. Auch Ettmüller findet den Mythus von Skild an der Spitze des Beowulfsliedes befremdend, da Beowulf, der Held des Liedes, ein Geate, kein Schilding war, obgleich Z. 12–25 (s. u.) ihn dafür ausgeben möchten. Liest man mit der Handschrift 1, 1 Beowulf statt Beow, so hat man neben dem Geaten Beowulf noch einen Schilding gleichen Namens, ohne daß zwischen beiden irgend eine Verbindung oder Beziehung denkbar wäre. Möglich, daß der Verfaßer des Zusatzes auch dieß zu verantworten hat, indem er den Beow seiner Stammtafeln in Beowulf wandelte, weil der Held des Liedes, dem er diese Einleitung dichtete, Beowulf hieß. Daß er dänischer Herkunft war und der Ruhm der Dänen ihm am Herzen lag, verrathen die Eingangszeilen.
3329. Ingeld.
41. Heorot.
3430. Hygelak.
52. Grendel.
3531. Der Drache.31. In diesem Theile des Gedichtes (und am stärksten in diesem Abschnitt) hat das Manuscript sehr gelitten. Doch ist der Verlust noch zu verschmerzen, da uns nichts ganz Wesentliches fehlt. Daneben tritt hier auch die Ueberarbeitung stärker zu Tage. Die Art, wie das Gold durch den alten Edling in den Berg gekommen und erst später von dem Drachen gefunden sein soll, deutet auf eine Zeit, wo man schon vergeßen hatte, daß Hort und Drache im Mythus zusammen gehört, jener also keiner besondern Motivierung bedarf: der alte Zusammenhang war gewiss der, daß der alte Häuptling sich wie der Riese Fafnir in den Drachen gewandelt hatte, wovon an einer spätern Stelle 37, 25 ff., wie schon Ettmüller 177 bemerkt hat, noch eine Spur stehen geblieben ist.
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63. Beowulf.
3632. Heardred.
74. Der Buchtwart.
3733. Hredel.
85. Wulfgar.
3834. Beginn des Kampfes.
96. Begrüßung.
3935. Wiglaf.
107. Ecgtheow.
4036. Der Wurm gefällt.
118. Hunferd.
4137. Beowulfs Tod.
129. Wealchtheow.
4238. Der Verzagten Verfehmung.
1310. Gelfspruch10. Unter Gelfspruch im weitesten Sinne versteht das Gedicht jede Ruhmrede z. B. 14, 57; hier aber im engern nur eine solche, welche unmittelbar vor der rühmlichen That sich zu ihr erbietet. Die Erbotworte 25, 21 bedeuten ganz dasselbe. Auch im Waltharius begegnet eine Ruhmrede vor dem Kampfe und der christliche Dichter hat das Bewustsein, daß die Sitte heidnisch ist, denn er läßt seinen Helden sogleich zur Erde fallen und Gott die stolzen Worte abbitten. Wahrscheinlich geht der Gebrauch auf die Gelübde zurück, welche die Heiden nach Helgakw. I auf den Juleber ablegten. Allerdings musten diese Verheißungen nicht sogleich, aber doch innerhalb des eben anbrechenden Jahres erfüllt werden. Wie im Norden auf das Eberhaupt, so wird im Hugschapler auf den Pfau ein Gelübde abgelegt, dessen Erfüllung kaum über Nacht hinausgeschoben bleibt. Auch in Gedichten des Kerlingischen Kreises begegnet die Sitte solcher Ruhmreden und das von Kaiser Karl im Morgenlande (Charlemagne, an anglo-norman poem published by Fr. Michel, London 1836) bewegt sich ganz um dieselbe. .
4339. Ongentheow.
14Kapitel 14
4440. Wulf und Eofur.
1512. Arm und Achsel.
4541. Bestattung.
1613. Siegmund und Fitela.
4642. Leichenbrand und Todtenmal.
1714. Danksagung.
471. Deutscher Ursprung.
1815. Gabenspende.
482. Germanisches Heldenleben.
1916. Hildeburg.
493. Hygd und Offa.
20Der Ueberfall in Finnsburg.
504. Scild Scefing.
2117. Hengest.
515. Beaw und Heremod.
2218. Der Könige Gaben.
526. Beowulf.
2319. Neue Fehde.
537. Hygelak.
2420. Das Moor.
548. Brosinga mene.
2521. Hrunting.
559. Sigmund.
2622. Der Meersaal.
5610. Finnsburg.
2723. Grendels Haupt.
5711. Ongentheow und Hädkynn.
2824. Heremod.
5812. Mythische Deutung.
2925. Betrachtungen.
5913. Poetischer Werth.
3026. Abschied.