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Mein Einstieg in den Rechtsextremismus
Wie ein Jugendlicher in die rechte Szene gerät – ein Aussteiger erzählt von Zugehörigkeit, Gewalt und den KonsequenzenBy Philip SchlafferNarrated by Philip SchlafferLength9h 10m
About this audiobook
Es fing nicht mit Politik an. Es fing damit an, dass ihn jemand haben wollte. Philip Schlaffer wächst behütet an der Ostseeküste auf. Mit zehn zieht er nach England, wird dort als Deutscher gemobbt und kehrt vier Jahre später zurück – in ein Land, dessen Sprache er inzwischen halb verlernt hat. Er ist der Außenseiter. Bis er eine Gruppe findet, in der er plötzlich dazugehört. Und eine Musik, die ihm vermittelt: Du bist richtig, so wie du bist. Dann beginnt eine Entwicklung, die sein Leben verändern wird. In diesem Hörbuch erzählt Philip Schlaffer von den drei Jahren, in denen aus einem wütenden Jugendlichen ein rechtsextremer Gewalttäter wird. Von der ersten Schlägerei, die ihm Anerkennung verschafft. Von einer Kneipe in Lübeck, in der Zugehörigkeit alles bedeutet. Von der eigenen Band und einer Demonstration, bei der eine Taxifahrerin um ihr Leben fürchtet. Vom Messer im Flur, dem Revolver in der Schublade und der Kalaschnikow im Kinderzimmer. Bis zu jener Nacht, in der ihn ein maskiertes Kommando aus dem Auto zieht. Schlaffer beschönigt nichts. Und er entschuldigt nichts. Er erzählt auch von dem, was in solchen Geschichten oft fehlt: von der Angst am nächsten Morgen, von Vorladungen und Gerichtsterminen und vom Blick der eigenen Mutter, während bewaffnete Beamte im Vorgarten stehen. Dabei bleibt eine Frage: Wann hätte diese Entwicklung noch aufgehalten werden können? Heute arbeitet Philip Schlaffer in der Extremismusprävention. Dieses Hörbuch ist der erste Teil seiner Lebensgeschichte – über Zugehörigkeit, Radikalisierung und Gewalt und darüber, wie aus einem Jugendlichen Schritt für Schritt jemand werden kann, den seine Familie kaum wiedererkennt. Eine Geschichte für alle, die verstehen wollen, wie Radikalisierung beginnt – und für diejenigen, die sich fragen, ob sie gerade bei jemandem beginnt, den sie kennen.
Audiobook details
Rating★★★★ 4.3 (724)
Includes Amazon, Goodreads, StoryGraph
GenreTrue Crime, Biography and Memoir
Length9 hrs 10 mins
Narrated byPhilip Schlaffer
FormatAudiobook
Publish dateOct 5, 2026
LanguageGerman
Table of contents
1Wer ich war, und warum ich das erzähle
2Gutbürgerlich aufgewachsen an der Küste
3Mit zehn nach England, und gemobbt
4Zurück nach Deutschland, wieder Außenseiter
5Die Musik, die mich abgeholt hat
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6Gruppe wurde wichtiger als Politik
7Wie das Feindbild entsteht
8Sieben Mann, eine Kameradschaft
9Warum Gewalt süchtig machen kann
10Streit im Bierzelt mit den Älteren
11Die Angst danach, über die keiner spricht
12Zusammengeschlagen von den eigenen Kameraden
13Die Kneipe, in der sich alle trafen
14Verkleidet, um Eindruck zu machen
15Wie man langsam hineinwächst
16Der Tag, an dem ich mich beweisen sollte
17Zurück zur Kneipe, weil sie lachen
18Die erste Aktion, und die Schulterklopfer
19Vom Fußball in die Szene
20Aufkleber auf der Stadiontoilette
21Ich sollte ran, weil mich keiner kannte
22Das Bier ins Gesicht
23Eingekesselt, und dann gegen die Polizei
24Kabelbinder, Zelle, Fingerabdrücke
25Keine Anzeige, und gefeiert wurde trotzdem
26Von der Metalband zum Rechtsrock
27Texte, die alles sagen sollten
28Proben im Keller, Auftritte fast unmöglich
29T-Shirts, und der Traum vom Rechtsrockstar
30Das Foto, das am Ende nichts bedeutete
31Die Wut auf die Straße tragen
32Die Polizei war für beide Seiten da
33Vorglühen vor der Demonstration
34Warten, und dann wird die Demo verboten
35Kalt, sinnlos, und trotzdem hingefahren
36Mit dem Großraumtaxi zur Demonstration
37Das Taxi wird angegriffen
38Beinahe hätten wir jemanden überfahren
39Jetzt geht es richtig zur Sache
40Wie Frauen in der Szene hart wurden
41Das Messer im Flur
42Den Arm abbinden, bevor er verblutet
43Im Krankenhaus schon wieder versöhnt
44Die Flasche am Strand
45Nachts ins Krankenhaus, und gelogen
46Ich sollte zu ihr fahren
47Zehn Minuten Fahrt, und ein mulmiges Gefühl
48Der Revolver aus der Schublade
49Die Tür, die nicht nachgab
50Nüchtern, und deshalb davongekommen
